
PLAY DEAD
Regie: Carlos Goitia
Label: Busch Media
Land/Jahr: Argentinien/Neuseeland 2025
Laufzeit: ca.69 Min.
FSK: ab 16
Extras: Originaltrailer, Trailershow
Völlig verdutzt wacht die junge Alison in einem düsteren Keller auf und traut ihren Augen nicht. Sie ist umgeben von leblosen Frauenkörpern und wird sich schnell bewusst, dass sie die einzige lebende Person in diesem abgesperrten Raum ist. Kurz darauf macht sie erstmalig Bekanntschaft mit einem seltsamen Fremden in einer Ledermaske, der fortan regelmäßig in den Keller stapft, um eine weitere Leiche nach draußen zu befördern. Alison stellt sich bei diesen Begegnungen tot, ist sich jedoch im Klaren, dass eines Tages auch sie an der Reihe sein wird. Doch es gibt keinen Fluchtweg und keine Verbündeten – und offenbar auch keinen Ausweg, dem sich nähernden Tod zu entfliehen. Survival Horror in einem ganz besonderen Setting, dies verspricht der aktuelle Streifen des argentinischen Regisseurs Carlos Goitia, der ausdrücklich von der rohen Gewalt seiner Visualisierungen und nicht zwingend von der Interaktion der Akteure leben soll. Die Story baut sich entsprechend langsam auf, erreicht auch schnell die ersten Peaks, versteift sich dann aber doch zu sehr auf die üblichen Klischees und holt nicht das Optimum aus der Materie heraus. Zumindest die klaustrophobischen Szenarien verlieren zunehmend an Wirkung, wenngleich die Schockeffekte bis zum Ende sehr intensiv und erschreckend brutal bleiben. „Play Dead“ ist ein anständiger Horrorstreifen, visuell prächtig aufbereitet, aber inhaltlich partiell mit etwas Luft nach oben. Das dialogarme Setting ist aber dennoch eine annehmbare Alternative zu so manch überzeichneter Konkurrenzproduktion und sicherlich ein Pluspunkt auf der finalen Skala. (BB)
Bewertung: 3