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China im 12. Jahrhundert: Die Friedensverhandlungen sind bereits weit fortgeschritten, als plötzlich ein hochrangiger Botschafter ermordet wird und zugleich wichtige Dokumente verschwinden. Der Großkanzler hat keine andere Wahl, als seinem Gefolge eine sofortige Aufklärung zuzusichern. In einem Ultimatum von gerade mal zwei Stunden machen sich der einfache Soldat Zhang und der ebenfalls renommierte Offizier Sun auf die Suche nach dem Mörder, um nicht nur Ruhe einkehren zu lassen, sondern auch weiteren Ränkespielen einen Riegel vorzuschieben. Doch der labyrinthartige Palast, in dem das Verbrechen vollzogen wurde, stellt das Duo vor eine schier unlösbare Herausforderung – und womöglich auch eine tödliche. „House Of Knives“ ist ein opulenter Kostümstreifen, wie ihn sich Liebhaber des fernöstlichen Kinos nur wünschen können, denn schließlich ist an alles gedacht: wunderbare Schauplätze, toll inszenierte Kampfkunst, eine Fantasy-affine Atmosphäre, dazu sogar ein Hauch von Thriller und Kriminalfilm und zwei unverwechselbare Protagonisten, die ihre Karten bis zum großen Finale nicht offenlegen wollen. Die recht bombastisch aufgeführte Produktion streift dabei das traditionelle chinesische Actionkino der mittleren 70er, lenkt die entsprechenden Querverweise jedoch geschickt ins Hier und Jetzt und schlägt so die Brücke zu den einstigen und den womöglich künftigen Klassikern – denn ein solcher dürfte „House Of Knives“ auf absehbare Zeit in seiner Heimat bereits sein. Auch wenn der Plot am Ende ein wenig gestreckt wird, bleibt es bis zur letzten Sekunde spannend und aufregend und einfach so erfrischend anders. Ergo: Sehenswert! (BB)

Bewertung: 4