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Seit Kindheitstagen sind Doug und Griff unzertrennlich und teilen vor allem eine Vorliebe für besondere Filmklassiker. Ihren Lieblingsstreifen „Anaconda“ schauen sie immer noch regelmäßig und entscheiden sich irgendwann dazu, der Produktion einen persönlichen Tribut zu zollen und ein Remake zu erstellen. In einer weiteren Midlife-Crisis stellen sie sich schließlich der Herausforderung und reisen mit einem Filmteam in den Amazonas. Alles scheint angerichtet, die Stimmung ist bestens, doch dann taucht tatsächlich eine riesige Anaconda am Set auf und erweckt den fantastischen Inhalt tatsächlich zum Leben. Ein Blick auf die Zusammenfassung des Films verspricht eine gesunde Mischung aus Klamauk und Action, eine nähere Betrachtung der Cast lässt aber vermuten, dass die Macher hinter „Anaconda“ mit einem größeren Augenzwinkern unterwegs sind. Denn Paul Rudd, Jack Black und Steve Zahn in ein und derselben Kinoshow anzutreffen, das bedeutet unwiderruflich eine Menge Albernheiten. Allerdings wehrt sich „Anaconda“ ganz selbstbewusst dagegen, lediglich humoristisch aufgeblähter Kitsch zu sein, sondern punktet an den entscheidenden Stellen dann doch mit der nötigen Spannung und dazu mit einigen wirklich starken Dialogen, mit denen Tom Gormican seinem aktuellen Streifen auch eine klare Signatur verpasst – und die fußt eben nicht auf Situationskomik und flotten Sprüchen, sondern auf einer feinstens ausbalancierten Mixtur aus schrägen Lachern und lebendiger Abenteuerhandlung. Natürlich ist das Zielpublikum nicht dasselbe wie beim Original, doch auch Verfechtern des biestigen Schockers kann man „Anaconda“ zum Ausgleich ans Herz legen – gelacht wird hier nämlich genügend! (BB)

Bewertung: 4