
SIMON BECKETT „David Hunter – Die Platin-Box“
(Argon Hörbuch)
Mit „Die Chemie des Todes“ landete Simon Beckett im Jahr 2006 einen Treffer, wie ihn selbst der Erfolg verwöhnte Buchmarkt nur selten hervorbringt. Ein Manuskript, das zuvor von zahlreichen Verlagen abgelehnt worden war, entwickelte sich binnen kürzester Zeit zu einem internationalen Phänomen: Übersetzt in mehr als 20 Sprachen, millionenfach verkauft und von Leserinnen und Lesern rund um den Globus gefeiert. Der Grundstein für diesen Triumph liegt nicht allein in der clever konstruierten Handlung, sondern vor allem in der Figur des forensischen Anthropologen David Hunter. Beckett gelingt es, eine Hauptfigur zu erschaffen, die sich angenehm vom oft überzeichneten Ermittlerklischee abhebt. Hunter ist kein unerschütterlicher Held, sondern ein Mensch mit Zweifeln, Brüchen und einer Vergangenheit, die ihn formt, ohne ihn zu definieren. Auch die folgenden Bände der Reihe konnten an diesen Erfolg nahtlos anknüpfen. Jeder neue Fall führt Hunter nicht nur an einen anderen Tatort, sondern auch ein Stück weiter in die eigenen Abgründe. Zum 20. Geburtstag dieser außergewöhnlichen Reihe setzt der Argon Verlag nun ein Zeichen, das dem Stellenwert der David-Hunter-Romane mehr als gerecht wird. Mit „David Hunter – Die Platin-Box“ erscheint eine Edition, die nicht nur Sammlerherzen höherschlagen lässt, sondern auch einen idealen Einstieg für Neulinge bietet. In dieser Box sind sämtliche Geschichten der Reihe vereint – ein Gesamtwerk, das eindrucksvoll zeigt, wie konsequent Beckett seine Figur über Jahre hinweg weiterentwickelt hat. Besonders hervorzuheben ist dabei die akustische Umsetzung. Gelesen von Johannes Steck entfalten die ohnehin schon intensiven Geschichten eine zusätzliche Ebene. Steck versteht es, den Ton der Vorlage präzise zu treffen. (FT)