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Resi und ihre drei Freunde wollen eigentlich nur dem Alltag entfliehen und in den Alpen eine kurze Auszeit nehmen, als sie auf ihrer Reise eine absolute Tragödie erleben. Die Clique wird in einen tödlichen Unfall verwickelt und muss sich prompt verantworten. Zuständig ist jedoch nicht die Polizei, sondern die ortsansässige Jenseitsbehörde, die vor allem in Glaubensfragen helfen soll. Denn wenn das Quartett sicherlich eines nicht ist, dann in irgendeiner Form religiös oder gar gläubig. Für jede Richtung gibt es eine Abteilung, vom Fegefeuer bis hin zur Wiedergeburt – doch Resi & Co. wollen von all dem Unsinn nichts wissen, bis ihnen tatsächlich klar wird, dass ihr Schicksal unwiderruflich auch von ihrem Glauben abhängt. "Zweigstelle" ist eine Aneinanderreihung von Absurditäten und eine ziemlich bissige Satire auf den erzkatholischen Bundesstaat im Süden der Republik, die man natürlich mit dem nötigen Humor auch mit einem entsprechenden Schmunzeln betrachten darf, die aber zu großen Teilen so überspitzt dargestellt ist, dass die Story nach hinten heraus sehr ausgedünnt erscheint. Zwar ist der Streifen halbwegs prominent besetzt, gerade in den Nebenrollen, doch da hier reichlich Effekthascherei betrieben wird, kommt die Story nicht so recht in Fahrt und versteckt sich hinter einer Reihe Albereien, die auf lange Sicht dann auch die Laune verderben. Ein paar Lacher reichen jedenfalls nicht, um "Zweigstelle" in die Spur zu bringen, denn letztlich kann man Humor auch auf absurden Wegen nicht erzwingen! (BB)

Bewertung: 2