Die Progressive-Pioniere ENSLAVED haben ihr kommendes Studioalbum „Mið“ angekündigt, das am 30. Oktober über Nuclear Blast Records erscheinen wird. Begleitend zu dieser Nachricht veröffentlicht die Band die neue Single 'Solar Will' – zugleich eine Hymne auf den göttlichen Funken und ein Zeugnis für das zentrale Konzept des Albumtitels: ein Zentrum, dessen Reichweite unendlich ist.
Das dazugehörige Video wurde von Kolibri Media produziert, einem langjährigen Partner von ENSLAVED aus Bergen.
Gitarrist Ivar Bjørnson kommentierte: „Sonnenkulte gibt es, solange es den ‚Magic Man‘ gibt (zumindest). Die Sonne ist ein nährender und zugleich furchteinflößender Elternteil, der Leben schenken, aber auch vollständig vernichten kann. Ein solch klassisches und ehrfurchtgebietendes Objekt unserer Verehrung und Mythen verlangt nach klassischen, großartigen Riffs, Bonham-artigen Drum-Grooves und rasanten melodischen Ausbrüchen, die ihre schreckliche Pracht zelebrieren. Genau so klingt das für mich: ‚Solar Will‘!“
Sänger und Bassist Grutle Kjellson ergänzt: „‚Solar Will‘ erforscht archetypische Konflikte – jene, die sich in der Natur, im Kosmos, in der Mythologie und vor allem im menschlichen Geist manifestieren. In diesem Fall äußert sich der zentrale Kampf durch eine der beständigen Rivalitäten der nordischen Mythologie, verkörpert von zwei bedeutenden, wenn auch oft etwas übersehenen Gestalten des Pantheons. Wer mit der nordischen Mythologie vertraut ist, wird die Identitäten wohl sofort erkennen; dennoch verzichte ich darauf, sie beim Namen zu nennen, um jedem Leser die Möglichkeit zu geben, sich eigenständig mit dem Text auseinanderzusetzen und ihn zu entschlüsseln. Schließlich ist dies womöglich eine der wesentlichen Aufgaben des Texteschreibens: zur Interpretation einzuladen und ein Gefühl des Staunens zu wecken. Der Schluss – oder genauer gesagt: das Fehlen eines solchen – legt nahe, dass Chaos und Träume für den Menschen mindestens ebenso bedeutsam sind wie die Realitäten, die wir über unsere Sinne wahrnehmen. Letztlich plädiert das Werk nicht für eine Auflösung, sondern für die Akzeptanz, die Verinnerlichung und die Gestaltung dieser oft widersprüchlichen Kräfte.“
Foto: Chantik Photography