Reviews

HELSOTT „Slaves And Gods“

(M-Theory/Soulfood)
Genre: Pagan (Death) Metal
Kalifornien ist nun nicht zwingend die Gegend, in der man Death Metal mit Folk-Einflüssen nordischer Prägung verorten würde. Davon haben HELSOTT aus San Diego nichts gehört, und so schlawinern sie sich frohgemut durch ihr zweites Album „Slaves And Gods“. Das ist zwar wahrlich kein Titel, der nach Innovation und Fortschritt schreit, doch musikalisch ist das gar nicht übel. Der Bandname ist Altnorwegisch für „tödliche Krankheit“. Lyrisch beschäftigen sich HELSOTT mit nordischer Mythologie und setzen auch optisch alles daran, möglichst ruckzuck als Pagan-Band wahrgenommen zu werden. Stilistisch sind HELSOTT jedoch breiter gefächert. Die Basis bildet melodischer Death Metal mit skandinavischem Flair, den die Band nicht wirklich hart und auch ohne größere Bosheit fiedelt. Darauf aufbauend folgen Folkiges, traditioneller Heavy Metal und Symphonic Metal. Dazu haben sich HELSOTT eine ganze Armada an Gastmusikern in ihr Schlachtboot geholt, u.a. von Arkona, Equilibrium und Trollfest, die im Gesamtsound ihre Duftmarken hinterlassen haben. Die insgesamt zehn Songs sind sorgfältig und detailverliebt arrangiert, und gerade beim Gesang ist man hörbar um Abwechslung bemüht. So erinnert etwa das schwebende, majestätische 'The Coward's Curse' an die getragenen Parts bei neueren Emperor, wenn Ihsahn zum Klargesang ansetzt. Manche werden den Mangel an Ruppigkeit monieren, doch „Slaves And Gods“ ist ein mitreißendes und zugängliches Pagan-Album geworden, das einfach Spaß macht! (LS)
11 Punkte

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