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PARTY.SAN METAL OPEN AIR

09.-11.08. Schlotheim, Flugplatz Obermehler

Anaal Nathrakh & Benighted & Blood Incantation & Brujeria & Carpathian Forest & Coffins & Crescent & Dead Congregation & Deserted Fear & Dying Fetus & Emperor & Endseeker & Engulfed & Essenz & Evil Warriors & Exciter & Exhorder & Goath & Gorilla Monsoon & Graveyard & Grim Van Doom & Gruesome & Guineapig & Gutrectomy & Harakiri For The Sky & Hierophant & Masters Hammer & Obscenity & Our Survival Depends On Us & Pestilence & Pillorian & Possession & Ram & Razorrape & Revenge & Sadistic Intent & Skelethal & Tankard & The Black Dahlia Murder & The Committee & The Spirit & Toxic Holocaust & Tribulation & Ultra Silvam & Unanimated & Unleashed & Venom & Watain & Wolfheart

 

Nicht mehr wegzudenken aus dem Festivalkalender ist das PARTY.SAN, das dieses Jahr zum 23. Mal stattfindet. Jahr für Jahr spielen dort Bands, die es verdient haben, gehört zu werden. Voraussichtlich ihre einzige Show auf deutschem Boden werden dieses Jahr Emperor spielen, das allein sollte schon ein Grund für einen Besuch in Thüringen sein. Die Festivalbetreiber bleiben ihrem Stilmix treu. Für schlappe 89,10 Euro könnt Ihr das 3-Tages-Ticket auf www.cudgel.de erstehen. Booker Jarne gab uns gerne Einblicke.

 

Ihr seid ja jetzt seit 22 Jahren präsent. Wie stolz seid ihr auf das bisher Erreichte?
Mieze (Produktion) und ich (Booking) sind jetzt seit 1999 dabei und können auf die ganz frühen Tage leider nicht zurückschauen. Trotzdem, den Löwenanteil durften wir zusammen erleben und sind stolz auf das, was wir erreichen konnten. Wir hätten 1999 niemals gedacht, dass das PARTY.SAN METAL OPEN AIR mal zu einem Festival dieser Größenordnung heranwachsen würde. Dieses Festival ist seit nunmehr 20 Jahren unser Leben. Wir atmen, schwitzen und leben dieses Festival täglich, alles dreht sich um diese eine Veranstaltung. Um deine Frage abschließend in einem Satz zu beantworten: Ja, wir sind verdammt stolz auf dieses Open Air! 

 

Wie viel Arbeit steckt dahinter bzw. wurde es im Laufe der Zeit immer mehr?
Das Festival erfordert unsere volle Aufmerksamkeit, und es vergeht kein Tag ohne einen Gedanken an diese Veranstaltung. Wir haben uns in 20 Jahren von einem kleinen unbekannten Festival zu einem weltweit anerkannten Festival entwickelt, und das fordert viel Engagement und Zeit. Der komplexe Prozess der Produktion, die behördlichen Grundlagen, das Booking und die Crew-Organisation sind sehr zeitintensiv, aber eben auch sehr interessant und ausgleichend. Ein Festival dieser Größe muss man in Vollzeit organisieren. 

 

Gibt es Änderungen, die erwähnenswert wären, gegenüber den Vorjahren?

Das PARTY.SAN METAL OPEN AIR hat sich in den letzten Jahren immer wieder verändert. Auch dieses Jahr gibt es wieder Neuerungen, aber im Grunde wollen wir unsere Gäste nicht überfordern und gehen hier sehr behutsam vor. Wir agieren hier klar gegen den Zeitgeist. Wir justieren hier und da, aber lassen das Gesamtbild des Festivals so, wie es unsere Besucher gewohnt sind. 

 

Ihr habt ja mittlerweile konstante Zuschauerzahlen. Gibt es Überlegungen, noch größer zu werden?
Nein. 

 

Eine Menge Bands spielen dieses Jahr bei euch auf. Auf welche seid ihr besonders stolz, bzw. spielen Bands Special Shows?

Wir haben wie im Vorjahr knapp 50 Bands, die verteilt auf der Haupt- und Zeltbühne spielen werden. Ich bin sehr gespannt, wie Masters Hammer, Exhorder, Unanimated und Ultra Silvam aufgenommen werden. Eine Special Show wird es von Venom geben, hier darf ich aber noch nichts verraten. Wir sind eigentlich keine besonderen Fans von diesen Special Shows, meist sind die Erwartungen an solche Shows zu hoch. Im Falle von Venom sollte es aber klappen.

 

Wie schwierig ist es, Bands zu überzeugen, bei euch zu spielen, oder kommen größere Bands direkt auf euch zu? Einige spielen ja des Öfteren bei euch.

Eigentlich habe ich diesbezüglich noch keine Probleme gehabt. Wir sind ein Festival mit einer klaren und nachvollziehbaren Agenda, die viele Bands zu mögen scheinen. Das Verhandeln mit Managements mag manchmal zeitaufwändig sein, ist aber am Ende meist erfolgreich. Wir pflegen einige Freundschaften zu diversen Bands, und das mag erklären, warum manche Bands bei uns öfter spielen. Auf der anderen Seite ist es aber auch so, dass diese Bands relevant sind und einfach zu uns gehören. Wir werden einen Teufel tun und eine Band buchen, nur weil sie zwingend Leute auf den Platz bringt und gerade der heiße Scheiß ist. Was will ich mit einer Band auf der Bühne, für welche ich mich fürchterlich fremdschäme? Ich lasse lieber Repulsion vor ein paar hundert Leuten zocken als eine angesagte bzw. austauschbare Plastikband vor Tausenden. 

  

Was macht eurer Meinung die Stimmung bei euch auf dem PARTY.SAN aus?

Stell dir vor, du kommst auf ein Festival und findest tausende von Leuten, die so ticken wie du. Kutten, Patches, Leder, Nieten und harte Musik. Du findest faire Preise, eine gute Organisation, tolles Bier, gutes Essen, loyale Musikliebhaber, die gern über Musik reden und auch noch Musik kaufen. Stell dir vor, die Organisatoren machen sich einen Kopf darum, dass es dir gut geht. Stell dir vor, das Festival ist überschaubar, erschwinglich, verzichtet auf dummen Klamauk und bietet eine tolle Bandauswahl. Wie fühlst du dich? Du bist gut drauf, isst, trinkst und hörst Musik. Das ist die Stimmung auf dem PARTY.SAN METAL OPEN AIR.   

 

Habt ihr auch einmal Zuschauer gehabt, die partout unzufrieden mit allem waren? 

Klar haben wir die. Wir suchen den Kontakt und versuchen über Probleme zu reden. In der Regel schaffen wir es, die Leute wieder von uns zu überzeugen und angesprochene Probleme zu lösen. Die Leute, welche nicht mehr zu überzeugen sind, gehören auf ein anderes Festival bzw. wollen absichtlich für Unruhe sorgen. Ich bin besser drauf, wenn ich weiß, dass diese Typen zu Hause sitzen, die neue Battle Beast hören und im Kinderzimmer Rollenspiele am PC spielen. 

 

Was sind mittlerweile die größten Schwierigkeiten in der Festivalarbeit?

Viele Dinge, die sich um die Organisation eines Festivals drehen, sind schwierig. Es gibt behördliche Probleme, strukturelle Hürden im direkten Umfeld der Festivalumgebung, logistische Herausforderungen und natürlich der gesamte Ablauf auf dem Gelände. Alles das macht aber die Festivalarbeit erst so interessant und auch so erfolgreich. Um Schwierigkeiten zu verhindern oder einzudämmen, braucht man eine gute Crew, und diese haben wir. Unsere Crew ist ein Haufen Höllenhunde, die loyal, ehrlich und mit voller Hingebung an diesem Festival arbeiten. Ohne sie wären wir nichts.

 

Welche Bands würdet ihr denn gerne mal auf das PARTY.SAN locken?

Judas Priest, eine Dismember-Reunion, Accept mit Udo Dirkschneider und W.A.S.P.!

 

Welche Wünsche für die Zukunft hast du noch?

Ich habe einige Wünsche und Hoffnungen für die Zukunft. Ich hoffe, dass ehrliche Arbeit weiterhin erkannt und gewürdigt wird. Ich wünsche mir, dass unsere Zuschauer weiterhin aufmerksame und denkende Menschen bleiben, welche sich nicht dem langweiligen Konsum hingeben. Am besten, man lebt nach dem Song 'Running Wild' von Judas Priest: „I'm running wild, get outta my way“. 

 

Michael ´Schumi´ Schumacher

www.party-san.de

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