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VINSTA

Ein Blick auf das Cover zeigt uns ein typisches Bergpanorama, wie es überall in den Alpen stattfinden könnte: „Das Coverfoto stammt von den Krimmler Tauern. Ich muss aber eingestehen, dass ich dort nie unterwegs war. In Salzburg gibt es unzählige Berglandschaften, die man entdecken kann. Am häufigsten bin ich aber am und um das Tennengebirge unterwegs, da ich auch hier aufgewachsen bin. Hier habe ich bestimmt schon die eine oder andere Idee für VINSTA sammeln können. Es gibt für mich jetzt aber nicht die eine Berglandschaft, die als absolute Inspirationsquelle für VINSTA dient, sondern es ist vielmehr unsere Natur im Allgemeinen, die ich interessant finde und die mir beim Schaffen weiterhilft. Ich wandere auch oft einfach gerne mal durch unsere Wälder, welche auch ihre eigene Magie besitzen.“

Es ranken sich auch immer wieder verschiedene Mythen in und ums Gebirge, wie die bezüglich des bei Salzburg gelegenen Untersberg, aus dessen Höhlen angeblich Menschen verschiedener Zeiten herausgekommen sein sollen: „Ich kenne die Geschichten sehr gut. Mit meinem schon erwähnten Nebenprojekt Kramatach, das derzeit aber auf Eis liegt, haben wir uns viel mit diesem Thema beschäftigt. Wir waren auch viel auf dem Untersberg unterwegs und haben verborgene Höhlen usw. erkundet. Zurückgekehrt sind wir übrigens immer wieder in der Gegenwart. Ich habe mich schon öfters gefragt, ob ich mit VINSTA auch heimische Sagen und Mythen interpretieren will, doch ich habe mich bewusst dagegen entschieden. Ich finde es viel spannender, eine eigene Welt zu schaffen, in der mir keine Grenzen gesetzt werden und wo ich dadurch viel mehr Spielraum habe.“

Gerade im Gebirge und in der Natur ist der Klimawandel allgegenwärtig und seine Auswirkungen sehr stark zu beobachten: „Ja, da ist schon was dran. Wenn ich mich an meine Kindheit zurückerinnere, hatten wir damals extrem tiefe Winter mit teilweise zwei bis drei Metern Schnee. Man muss aber schon erwähnen, dass der Ort, in dem ich aufgewachsen bin, ein extremes Schneeloch ist/war. Heutzutage merkt man schon, dass es bei uns solche Winter seltener gibt. Weiße Weihnachten waren hier früher häufiger, heute sind sie eher eine Ausnahme. Man kann auch gut beobachten, wie der Tourismus in unserem Lande zu kämpfen hat, denn er ist im Winter total abhängig vom Schnee, wegen der Skipisten usw. Der Schneefall ging in den letzten Jahren eindeutig zurück, das kann man nicht leugnen. Interessant wird dann die Frage, inwiefern der Mensch an dieser Veränderung beteiligt ist.“

Touri-Tipps für Metaller

Der gewiefte Musikant, der auch schon einmal ob eines Promofotos, auf dem er eine normale Pfeife im Mund hatte, als junger Gandalf bezeichnet worden ist, hat natürlich auch ein paar Tipps für uns: „Also ich kann jedem wärmstens empfehlen, die Salzburger Almenwelt zu entdecken. Dafür muss man auch nicht unbedingt ein Bergsteiger oder Profisportler sein, denn es gibt Routen mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden, sodass für jeden etwas dabei sein sollte. Während den idyllischen und erholsamen Wanderungen findet man häufig bewirtschaftete Almhütten mit freundlicher Gesellschaft, volkstümlicher Musik und köstlicher Versorgung - und mit etwas Glück entdeckt man mitten im Gebirge eine Alm wie die Neudegg Alm, auf der ausgiebig Black Metal gefeiert wird. Das alles ist im Salzburger Land möglich.“

Christian sollte doch aufgrund seiner Herkunft ein Experte für Touren sein: „Interessanterweise war meine bislang anstrengendste Bergtour in Island. Da bin ich generell viel gewandert und nach einer circa zwölfstündigen Bergtour wollten meine Füße nicht mehr arbeiten, sodass ich die letzten Meter zum Campingwagen auf allen Vieren erreichen musste. Ich bin jetzt aber kein Bergsteigerprofi, der sich eine Woche lang im Gebirge herumkämpft und in der rauen Wildnis seine Nahrung mit bloßen Händen ergattert. Nein, ich lebe recht modern und flüchte halt ab und zu mal in die Natur und in die Berge. Solche Touren, besonders wenn sie anstrengender sind, wirken für mich sehr meditativ, und das hilft mir glaub ich schon, wenn ich mich zu Hause in meiner dunklen, hochtechnisierten Kreativkammer wieder dem Schaffen widme.“

Wer also noch einer akustischen Untermalung seiner nächsten Bergtour bedarf, der kann sich gerne bei VINSTA bedienen.