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ANGANTYR-Interview zur „Ancient Ascent“-Tour im Februar

Am 16. Februar startet die so genannte „Ancient Ascent“-Tour (Quantheon Touring), die ANGANTYR, Ereb Altor, Waldgeflüster und Asenblut in die heimischen Clubs bringen wird. Das LEGACY wird zum einen live vom Gig in Wien berichten, zum anderen möchten wir aber bis zum Start der Tour auch ein Interview pro Band präsentieren, damit Ihr wisst, was Euch auf der Tour erwartet.

01 by Shade Grown Eye Photography

Copyright: Shade Grown Eye (ebenso Titelbild auf der Homepage)

Am 16. Februar startet die so genannte „Ancient Ascent“-Tour (Quantheon Touring), die ANGANTYR, Ereb Altor, Waldgeflüster und Asenblut in die heimischen Clubs bringen wird. Das LEGACY wird zum einen live vom Gig in Wien berichten, zum anderen möchten wir aber bis zum Start der Tour auch ein Interview pro Band präsentieren, damit Ihr wisst, was Euch auf der Tour erwartet. Mit Waldgeflüster haben wir bereits gesprochen, ebenso mit Asenblut – jetzt steht uns Ynleborgaz von ANGANTYR, seines Zeichens Mastermind und Multi-Instrumentalist, Rede und Antwort – auch wenn er nicht zu viel verraten will. (Scroll down for the English version!)

 

Guten Abend Ynleborgaz und vielen Dank für deine wertvolle Zeit für ein Interview zur kommenden „Ancient Ascent“-Tour im Februar. Fans mussten ja sechs Jahre lang auf neues Material warten, nun kommt eine MCD und dann ein vollwertiges Album. Wies hat es so lange gedauert, bis neue Musik erscheint? Gab es Schwierigkeiten?

Grüße aus dem verregneten und windigen Øresund! Ich habe mich dieses Mal entschieden, alles in meinen Proberaum-Höhlen aufzunehmen. Bis ich da das ganze Equipment zusammenhatte, hat es etwas gedauert. Aber Ende 2014 war ich dann bereit, mit den Aufnahmen zu starten. Ich hatte auch genügend Songs am Start, um ein vollwertiges Album rauszuhauen, aber dann ist die Festplatte gecrasht und alles war verloren. Ich habe das als Zeichen gewertet, dass wir ein bisschen warten sollten und habe noch einmal über das Konzept des Albums nachgedacht – gleichzeitig habe ich auch damit begonnen, Backups anzulegen. Also habe ich ein paar Songs neu aufgenommen, ein paar andere weggeworfen und schließlich neue Songs komponiert, die ich dann im Herbst 2017 aufgenommen habe.

Kannst Du uns schon einen Überblick darüber geben, wie das neue Werk – spezifisch in Beziehung zum Vorgänger „Forvist“ – klingen wird? Was können sich Fans von diesen Kompositionen erwarten?

Die Art und Weise wie ich Songs schreibe und aufnehme, hat sich nicht geändert. Insofern klingt das Album wohl ähnlich wie „Forvist“, was die Instrumentierung angeht. Der Sound ist aufgrund der Produktion aber anders. Er klingt rauer, knuspriger und klarer!

Wenn ich richtig informiert bin, habt ihr ein paar neue Songs schon auf euren Konzerten in den Jahren 2016/2017 - ,Foragt‘ zum Beispiel – gezockt. Das heißt, ihr wisst ja schon, wie die Songs live ankommen. Wie haben die Fans reagiert? Und habt ihr daraufhin die Songs noch einmal abgeändert?

Wenn ich neue Songs live spiele, dann mache ich oft die Erfahrung, dass die Menschen sie sich sehr intensiv anhören. Das mag ich. Aber ich habe die Songs nach der Live-Testung nicht mehr abgeändert.

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Zählt man das kommende Album dazu, so könnt ihr jetzt zwischen Material von sechs Alben auswählen, um die Setliste zu füllen. Habt ihr euch schon entschieden, was für Songs ihr auf der „Ancient Ascent“-Tour spielen werdet?

ANGANTYR werden zwischen 60 und 75 Minuten spielen, das hängt davon ab, in welcher Reihenfolge die Bands auf die Bühne gehen. Wir haben uns noch nicht final für die Setliste entschieden, aber es wird eine gute Mischung aus allen Phasen geben.

Die „Ancient Ascent“-Tour will alte und mächtige Geister, Erzählungen und Sagen von früheren Zeiten hervorbringen. Das klingt wie das perfekte Motto für eine Band wie ANGANTYR. Werdet ihr ein paar spezielle Elemente in eure Show einbauen (musikalisch oder visuell), um dieses Thema noch mehr zum Leben zu erwecken? Und geht es in den neuen Songs des kommenden Albums auch wieder um historische Themen?

Alle meine Songs enthalten Elemente der skandinavischen Geschichte, deren Mythen und Folklore. Ich habe immer versucht, diese Stories anschaulich und aggressiv auf der Bühne zu präsentieren. Ich bin lebendige und atmende Geschichte, wenn ich performe. Aber die Songs auf dem neuen Album fokussieren sich mehr auf die antike Art zu denken und zu handeln als auf irgendwelche historische Ereignisse.

 

Ganz generell möchten Quantheon Touring sich mehr auf den (esoterischen) Inhalt und eine starke Atmosphäre konzentrieren, wenn es um die Tour-Packages geht, als um Rock’n’Roll-Attitüde und Klischees. Heißt das, es wird keine harten Partys nach ANGANTYR-Gigs geben? Werdet ihr älter?

Ich weiß nicht, was du mit Rock’n’Roll-Attitüden meinst. Wir spielen Heathen Black Metal und wir Wikinger sind dafür bekannt, dass wir durstige Geschichtenerzähler sind.

Was können wir von ANGANTYR nach dieser Tour erwarten? Wird man euch auf ein paar Sommer-Festivals in Deutschland, Österreich oder der Schweiz sehen?

Ich plane solche Dinge nicht. Wenn Menschen an ANGANTYR-Shows interessiert sind, dann werden sie mich kontaktieren.

Letzte Frage: Auf den Besuch welcher Stadt freut ihr euch am meisten im Kontext der „Ancient Ascent“-Tour?

Ich freue mich darauf, jeden einzelnen Ort zu besuchen!

 

ENGLISH VERSION:

On the 16th of February the so-called “Ancient Ascent”-tour (Quantheon Touring) will begin, in which ANGANTYR, Ereb Altor, Waldgeflüster and Asenblut will play in various clubs around Europe. The LEGACY-mag will on the one hand report live from the gig in Vienna, on the other hand we also want to present you interviews with each band before the start of the tour, so that you know what you can expect from their shows. We have already talked with Waldgeflüster (German only!) and with Asenblut (German only!), and now it is time to speak with Ynleborgaz of ANGANTYR!

01 by Shade Grown Eye Photography
Copyright: Shade Grown Eye

 

Good evening ANGANTYR and many thanks for giving me your valuable time for this interview concerning the coming “Ancient Ascent”-tour in February. Fans had to wait six years until new material is now finally going to surface – first in form of an MCD and then in form of an album. Before we talk about the tour, could you give us a little update why it took you so long to release new music? Did difficulties arise during the song writing process or concerning the release itself?

Greetings from rainy windblown Øresund! Thank you for your interest and for taking your time to think about these questions. I decided to record everything in the rehearsal cave this time. Getting hold of the necessary equipment took some time, but at the end of 2014 I was ready to record. I recorded enough songs for a full length album, but suffered a hard disc crash and lost all material. I took that as a sign to wait a little while and contemplate the whole concept of this album (and to begin backing up my files). So I re-composed some of the songs, trashed the others and wrote some new ones that I began recording in the fall of 2017.

Can you already give us a little overview in how far the new record is going to sound different and/or similar in relation to “Forvist”? What can fans expect from the new compositions?

The way that I compose and record my songs have not changed, so in the sense of instrumentation the new album sounds similar to “Forvist”. The production sound is different though. Rougher, crispier and clearer!

As far as I know you already played some of the new songs during your concerts in 2016/2017 - ,Foragt’ for example – which means that you could already find out how well they work before an audience. What was your experience of the reactions of the fans? And did you slightly change the compositions after you tested them live?

When playing new songs live, I often experience that people really listen intensely to them and I like that. I did not change the songs after playing them live.

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Counting in your coming new album, you can now choose between songs of six albums (not counting the smaller releases) in order to fill your set list. Did you already decide which songs we will be able to hear during the “Ancient Ascent”-tour in February? And how long are you going to play on stage?

ANGANTYR will be playing between 60 and 75 minutes each night depending on the order in which all the bands are playing. I have not decided on the set list yet, but it will be a good mixture of everything along the timeline.

The “Ancient Ascent”-tour wants to bring forth old and powerful spirits, tales and legends from ancient times. This seems to be a perfect motto for a band like ANGANTYR. Are you planning on including some special elements in your shows (musically or also visually) in order to make these spirits come to life even more? And do the songs on your new album thematise (again) historic events?

All of my old songs contain elements of Scandinavian history, myth and folklore and I have always tried to tell these stories vividly and aggressively on stage. I am living and breathing history as I perform it. The songs on the new album focus more on the ancient way of thinking and acting rather than on any specific historical events.

In general: Quantheon Touring wants to focus more on (esoteric) content and on an overall tight atmosphere of their touring packages than on rock’n’roll attitudes and clichés. Does that mean that there will be no heavy parties after the ANGANTYR-gigs? Are you guys getting older?

I don't know what you mean by rock'n'roll attitudes. We play heathen black metal and Vikings are known to be thirsty storytellers.

What can we expect from you after this tour? Will we be able to see you on some summer festivals in Austria, Germany or Switzerland in 2018? Will you in general increase your live-activities?

I do not plan such things. If people are interested in an ANGANTYR-show they will contact me.

Last question: Which city are you most looking forward to visit during the coming tour? And why?

I am looking forward to visiting every single place!