LEGACY - The Voice from the Darkside

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Sunday, 04 May 2014 16:34

 

DARK EASTER METAL MEETING 2014

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DARK EASTER METAL MEETING

mit TRIPTYKON, AGRYPNIE, THE RUINS OF BEVERAST, NEGATOR, ROOT, THULCANDRA, EIS, FÄULNIS, SEAR BLISS, MOR DAGOR, WRAITHCULT

München, Backstage Werk und Halle

Sonntag, 20. April 2014

Was macht ein rundum gelungenes Festival aus? Man kann eine Menge neuer und alter Bekannter treffen, die Organisation ist ausgezeichnet und sorgt für einen reibungslosen Ablauf ohne große Wartezeiten. Vor allem muss natürlich die musikalische Auswahl stimmen und nicht nur Altbewährtes, sondern auch Überraschungen bieten.

Dem DARK EASTER METAL MEETING gelingt es nun seit drei Jahren, jeweils am Ostersonntag alle diese Voraussetzungen dermaßen erfolgreich zu erfüllen, dass jedem Besucher noch am Ostermontag die Erinnerung an den Vortag in Form eines glückseligen Lächelns im Gesicht ablesbar ist. Und in diesem Jahr hatte das DARK EASTER METAL MEETING sogar noch eine zusätzliche Überraschung zu bieten: Elf Bands traten abwechselnd und überschneidungsfrei entweder in der kleineren Backstage Halle oder im größeren Backstage Werk auf. Wer also die entsprechende Kondition hatte, konnte sich neun Stunden ohne Pause die totale Metal-Dröhnung geben.

Unseren ausführlichen Festivalbericht könnt Ihr in der nächsten Ausgabe des Legacy lesen, die am 30. Juni erscheint. Um bis dahin die Zeit zu überbrücken und noch etwas in wohligen Erinnerungen zu schwelgen, veröffentlichen wir eine feine Bildergalerie unserer Fotografin Alex Czech (www.photophobia.eu), die mit ihrer Kamera die Höhepunkte des Festivals eindrucksvoll eingefangen hat.

Außerdem stand uns Michael Sackermann für ein Interview zur Verfügung, der mit viel Leidenschaft und Engagement jedes Jahr dafür sorgt, dass das DARK EASTER METAL MEETING zu einem Festival-Highlight wird.

Hallo Michael, wie ist dein Fazit des dritten DARK EASTER METAL MEETINGs?

Sowohl das Münchner Backstage als auch ich sind sehr zufrieden mit dem Verlauf des Festivals. Offensichtlich waren das auch die Besucher, die Bands und die Presse, denn das Feedback fiel bislang ausschließlich positiv aus. Das macht mich wirklich sehr glücklich und stolz. Insgesamt waren erneut knapp 900 Besucher da. Äußerst positiv anzumerken ist, dass mir die Einsatzleitung des Security-Teams rückgemeldet hat, dass das Publikum mit zum friedlichsten des gesamten Jahres zählte. Außerdem hat mir die Catering-Kraft des Clubs erneut - wie auch bereits im vergangenen Jahr - bestätigt, dass sie selten einen derart ordentlichen und sauberen Catering-Raum vorgefunden hat, in dem die Bands alles – und zwar wirklich alles – von selbst aufräumen.

Was war für dich das schönste Festivalerlebnis, und auf welche Band(s) hast du dich selbst am meisten gefreut?

Das schönste Festivalerlebnis ist für mich, wenn ich zufriedene Konzertbesucher sehe, die dieses Jahr den Besucherraum vor beiden Bühnen zu jeder Band gefüllt haben. Außerdem freue ich mich über dankbare Bands, die einem ein persönliches Lob für die Organisation und Dank für die Einladung aussprechen. Ich habe mich auf alle Bands gefreut, da ich ein Line-Up immer mit größter Sorgfalt auswähle, aber im Nachhinein waren für mich persönlich die größten Highlights Thulcandra, Sear Bliss, Root und Triptykon. Die Show von Thulcandra war mächtig und die mit Abstand beste, die ich jemals von ihnen gesehen habe. Sear Bliss sind aus meiner Sicht nach wie vor eine der unterbewertesten Bands überhaupt. Root boten die interessanteste Darbietung des Festivals, und der „Godfather Of Black Metal“, Tom Gabriel Fischer, war der Headliner in Person. Ich muss allerdings festhalten, dass alle elf Bands wirklich großartige Shows abgeliefert haben.

Wie gelingt es dir immer wieder, eine so geniale Mischung an Bands zu buchen und auch absolute Raritäten auf deutschen Bühnen (wie z.B. Root) zu verpflichten?

Erst einmal danke, dass du die Mischung mit „genial“ beschreibst, das freut mich wirklich sehr. Ich gehe beim Booking mit großer Sorgfalt vor und lasse mir viel Zeit, bevor ich eine endgültige Entscheidung treffe. So befrage ich z.B. laufend Freunde, Bekannte und Musiker unterschiedlichen Alters zu bestimmten Bands, recherchiere, welche Bands auf anderen Festivals spielen bzw. nicht oder nur selten spielen und besuche selbst etliche Konzerte und Festivals. Zudem stehe ich in Kontakt mit diversen Musikern und behalte deren Neuveröffentlichungen und Nebenprojekte auf dem Schirm. Außerdem bespreche ich im Vorfeld mit den Bands und deren Bookern die Möglichkeiten eines exklusiven Auftritts, wie zum Beispiel vor zwei Jahren beim Release-Konzert von Secrets Of The Moon zum Album „Seven Bells“. In der Tat landete ich auch einige Glücksgriffe, wie Bethlehem im letzten Jahr oder in diesem Jahr The Ruins Of Beverast und Root, die ja alle drei nur sehr selten in Deutschland spielen - aber was Bethlehem und Root angeht, definitiv Kultstatus besitzen. Und Mor Dagor kenne ich beispielsweise nur, weil ihr Sänger Alex Schmied und Drummer Torturer schon 2013 mit Bethlehem am Start waren. Zusammenfassend denke ich, dass man neben Sorgfalt, Zeit und etwas Glück vor allem eines braucht: Herzblut für Metal, Konzerte und Musik im Allgemeinen.

Die wichtigste Frage: Gibt es ein DARK EASTER METAL MEETING 2015? Und falls ja, kann das Zwei-Bühnen-Konzept fortgeführt werden?

Ja, es wird auch 2015 wieder ein DARK EASTER METAL MEETING geben – merkt Euch den Termin am 5. April vor. Demnächst werden auch schon die ersten Bands bekannt gegeben. Das Zwei-Bühnen-Konzept werden wir voraussichtlich beibehalten.

Written by Marcus Manuel (MMS), Photos Alex Czech (ACZ)/Photophobia Art

 

 

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