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ELBRIOT 2017 @ Großmarkt, Hamburg - 19.08.2017

Während die einen sich über ein besonders corelastiges Elbriot Festival 2017 freuen, weinen die anderen dem Old-School-Line Up vom letzten Jahr hinterher. Man kann es nie allen recht machen, wie unzählige Kommentare auf dem sozialen Netzwerk Nr. 1 verdeutlichen. Trotz unterschiedlicher Geschmäcker, kann man den Veranstaltern musikalisch fehlende Abwechslung nicht vorwerfen. Alles soll bunt sein, warum dann nicht auch der Metal?

Folgendes Line-Up ist heute zu bestaunen: MEGADETH, BULLET FOR MY VALENTINE, TRIVIUM, HATEBREED, CHILDREN OF BODOM, ARCHITECTS, AUGUST BURNS RED, WHITECHAPEL sowie BURY TOMORROW. Und sonst so? Das Elbriot wurde zurück auf einen Veranstaltungstag gestaucht. Gab es doch 2016 einige Organisationsprobleme plus natürlich die traurige Absage von Motörhead, welche noch einmal für eine große Lücke im Programm verantwortlich war. Des weiteren ist der Einlass sowie das Gelände auf die andere Seite des Großmarkts verlegt worden, weshalb alles minimal zusammengestaucht wurde, jedoch für kürzere Wege und weitere Kompaktheit sorgte. Nun denn, auf ein neues und - Welcome to a SOLD OUT Riot!

 

Bei typischem Hamburger Mischmasch-Wetter traben an die 10000 Metalheads zum Hamburger Großmarkt um ab 11 Uhr vormittags frühzushoppen, und das nicht bei Saturn um die Ecke. Das Elbriot Festival ist wie ein Stadtteilfest der harten Musik. Einige Besucher kommen, im mittlerweile fünften Jahr, nicht unbedingt wegen der Bands, denn sie genießen das Zusammenkommen von Freunden, bleiben teilweise an den Ständen und machen es sich auf den Bierbänken bequem. Kinder mit Lärmschutz im In-Flames-Shirt sind ebenfalls zugegen und schmusen mit Mami. Andere haben keine Karten, sind aber bestens ausgestattet und veranstalten vor dem Gelände ein BBQ-Picknick, während der Englisch sprechende "lonesome guy" auf der anderen Straßenseite mit Perücke, E-Gitarre und Verstärker die aufgedrehte Mucke aus dem Auto - hauptsächlich MEGADETH - tatkräftig unterstützt um Euros für ein Ticket zu erspielen. Ein paar Schnapsleichen liegen auch schon auf dem Asphalt. In der Rubrik 'Pechvogel des Tages' steht sicherlich der Junge hoch im Kurs, der mit zwei seiner Kumpels dachte, eine 3er-Schulterung direkt vor der Bühne wäre eine gute Idee. Noch bevor die erste Band aufspielt, fällt der Menschenturm und der obere fällt besonders unglücklich. Mit Halskrause und Notarzt geht es direkt ins Krankenhaus. Es ist noch nicht mal zwölf Uhr mittags. An dieser Stelle 'Gute Besserung' und wir hoffen, er ist bald wieder ein genesender Headbanger.

Punkt 12:00 Uhr bringen BURY TOMORROW ordentlich Bewegung an den Startpunkt. So dauert es nicht lang bis der erste Crowdsurfer zu vermelden ist, dieser wird samt seines Rollstuhls über die Köpfe zur Bühne getragen – großartiges Bild. Die Band freut sich über die ansehnliche Menschenmenge; zu solch früher Stunde sei das nur in Deutschland möglich, sagen sie. Weiterfort wird nicht viel rumgeschnackt, denn die Engländer haben nur eine halbe Stunde Spielzeit … „Unleash hell on 1, 2, 3, 4!“. Hamburg bekommt durch die Bank weg Singlematerial geliefert: 'Man On Fire' („Runes“), 'Knight Life' und 'Lionheart' vom „The Union Of Crowns“-Album, anschließend wird sich auf den 2016er Output „Earthbound“ konzentriert – 'Cemetery', 'Last Light' sowie abschließend das maßgebende Titelstück. Klangtechnisch sollte bereits an dieser Stelle erwähnt werden, dass der Wind an diesem Tag so manchen Sound schlucken wird. Daher klingen BURY TOMORROW nicht so hart wie auf ihren Langrillen, drücken dennoch wummernde Breakdowns en masse und den abwechselnden Guttural-/Melodie-Gesang zwischen Sänger Daniel und Gitarrist James in die grauen Wellenbrecher. Es herrschen Anteilnahme und kleinere Circle Pits. „It’s fun to making new friends here! Thanks!“ Ein guter Anheizer.

WHITECHAPEL und Seifenblasen. Geht das? Das Sextett aus Knoxville, Tennessee betritt bis auf ein Schlagzeug und ein paar Podeste eine ansonsten kahle, schwarze Bühne, selbst die Amps sind nicht zu sehen. Der riesige Sägeblatt-Banner im Hintergrund gibt den Ton an. 'The Saw Is The Law' walzt als erstes über die Elbe. Tief, fett und finster. Wahrscheinlich die härteste, weil düsterste Band im Programm. Da ham’ wir’s dann auch! Leider kommen WHITECHAPEL ohne Dunkelheit und passender Lichtshow nicht an die Atmosphäre ihrer Clubshows heran. Das hält die Leute nicht vom jetzt stärker frequentiertem Crowdsurfen ab, Hamburg gefällt was es hört und wird langsam warm. Zu 'I, Dementia' oder dem hardcorelastigen 'Our Endless War' pustet eine Publikumsfee feine Seifenblasen in den Himmel. Grotesk aber schön. Die drei meshuggahmäßigen Gitarren erzeugen Druck, doch einige Besucher beschweren sich über eine nicht ausreichende Lautstärke. 'Let Me Burn' und 'Possibilities Of An Impossible Existence' bedeuten das Ende eines brutalen, soliden, aber nicht allzu imposanten Auftritts. Wie gesagt, Atmosphäre kann Mangelware sein, und nicht zu vergessen, Hamburg um ca. 13:20 Uhr Ortszeit.

Für viele sind AUGUST BURNS RED eine Ausnahmeband und deshalb besonders begehrt. Die christlichen Jungs aus Pennsylvania setzen auf offene Gemüter und lassen als Intro den 90er Eurodance-Hit 'Everybody's Free' von ROZALLA laufen. Das funktioniert besonders gut, denn die Stimmung steigt umgehend an und AUGUST BURNS RED lassen weiterhin nichts anbrennen. 'The Truth of a Liar' vom „Messengers“-Album knallt aus den Boxen und vor dem ersten Wellenbrecher geht es wahrlich zur Sache. Sänger Jake Luhrs, der zwischendurch mit seinen hautengen, hochgekrempelten Hosen, weissen Socken und mikroschwingend wie ein muskulöser Yogalehrer herumtanzt, ist im ersten Teil des Sets zu leise abgemischt oder der Wind hat erneut seine Finger im Spiel, jedenfalls zeigt sich die Sonne, zwar nicht brennend rot, aber immerhin im August. Gitarrist JB Brubaker hechtet lässig in Flip Flops von Podest zu Podest und generell präsentiert sich die Band gewohnt bewegungs- und breakdownreich. 'Composure' ist ein vertrackter Hit und lässt viele Hände klatschen sowie frohe Fans im Kreis rotieren. Mit 'Invisible Enemy' gibt es einen Song vom kommenden Album „Phantom Anthem“, welches am 06. Oktober erscheinen wird – P.S.: großartiges Video! Kurz vor Schluss lassen Basser Dustin Davidson und Schlagzeuger Matt Greiner ein Drum-Percussion-Solo vom Stapel, bevor 'White Washed' 40 Minuten energische Show besiegelt. Die Band hinterlässt Eindruck.

Der nun aufgezogene Backdrop bildet eine invertierte Sonnenfinsternis ab, während der große runde Ball da oben auf alle warm und sommerlich herabscheint.
Nach fast zwei Monaten konstanten Tourens und Spielstätten-in-Asche-Legens, haben sich die ARCHITECTS wohl gedacht, dass sie das Elbriot mühelos einreißen könnten. Dies gestaltet sich jedoch nicht allzu leicht. Nicht, dass Hamburg übertrieben lahmarschig wäre, die Texte nicht kenne oder keine Wertschätzung gegenüber den kompromisslosen (vielleicht auch müden?) Architekten hätte, doch Schreihals Samuel David Carter ist das alles zu wenig. Er zeigt sich überrascht und nörgelt immer wieder rum, fordert die „fucking Pussies“ auf, endlich mehr Einsatz zu zeigen. „I need fucking more from you!!!“ – ein ähnliches Problem hatte Burton C. Bell von FEAR FACTORY im letzten Jahr. Walls of Death gibt es hie und da trotzdem unter den eingesetzten Nebelfontänen und eingespielten Soundsamples, die den teils hardcorigen Sound der ARCHITECTS mit mehr epischer Fläche untermalen. Fast 2/3 des krachigen Sets besteht aus Songs vom letzten Album „All Our Gods Have Abandoned Us“, ansonsten werden die beiden Vorgänger angeschnitten, altes Zeug bleibt komplett weg. Carter, dessen Gekreisch zwischenzeitlich im Höhenbereich kaum zu ertragen ist, hält inne und lässt alle Beteiligten wissen, dass sie Gitarrist Tom Searle, der letztes Jahr seinem Krebsleiden erlag, sehnlichst vermissen und es immer noch seine Band ist, da jede Note und jede Textzeile ausschließlich von ihm stammt. Es folgt der Abschluss 'Gone With The Wind' und ein glücklicher Besucher schafft es für eine Umarmung auf die Bühne, die er mit einem waghalsigen Hechtsprung aus 2,5 Metern Höhe wieder verlässt. Am Ende folgen versöhnliche und dankende Worte Richtung Audienz.

Bei so viel Coregeballer und gefühlt 10.000 Breakdowns ist es irgendwann schwierig, die Alleinstellungsmerkmale der einzelnen Bands zu filtern, vielleicht sind sie, im Vergleich zu alten Hasen wie z.B. MEGADETH, auch nicht so markant. CHILDREN OF BODOM sind da eine willkommene Abwechslung und sicherlich ein kleiner Headliner. Die Finnen feiern ihr 20 jähriges Bandbestehen. Die 20-Years-Down-and-Dirty-Tour wird im Herbst sogar in den USA weitergeführt. Tourgrundsatz: ausschließlich Klassikerzeugs der alten Sichel. Der Reaper thront auf roten Tuch über der Hate Crew. Die Zeitmaschine startet 1998 mit 'Deadnight Warrior' und ist darauf aus, einen Siegeszug hinzulegen. Die Sonne spielt das gesamte hasserfüllte Set über mit. 'Hatebreeder', 'Hate Me!', 'Hate Crew Deathroll'. Keyboarder Janne „Warman“ schmeißt in den tastenfreien Momenten Drumsticks in die Menge, die sich begeistert, moshpittig und mehr als zugänglich zeigt. Technisch eine einwandfrei runtergezockte Setlist, über die sich die alte COB-Schule besonders freut. Wenn man die Augen schließt und die Keyboards ausblendet, könnten da zwischendurch auch KREATOR am Handwerk sein. Hörner und Applaus. Bleiben wir beim Hass …

HATEBREED beißen nicht, die wollen nur spielen. Wer die NYC-Jungs schon live erlebt hat, weiß, dass sie beides können und tun. Bei solch rifflastigem und groovigem Material (die erste Band des Tages ohne Soli) haben Jamie Jasta und Konsorten leichtes Spiel, die Hamburger Jungs zum Krawall einzuladen. Der Großteil freut sich auf die Hardcore-Metall-Dröhnung ohne Überraschungen und schlägt den von Herrn Jasta offerierten Deal, nämlich ordentlich Stimmung zu machen, bereitwillig ein. Die für die letzten beiden Konzerte zum Quartett geschrumpfte Hassbrut – Bassist Chris musste aufgrund einer Familienangelegenheit bereits die Heimreise antreten und wird von Gitarrist Frank am 4-Saiter ersetzt – hat beste Laune bei ihrem letzten Tourkonzert. Außerdem wird das erste Album 20 Jahre alt und zusätzlich mit (u.a.) 'Burial For The Living' gefeiert. Es regnet wieder, da darf die übliche Kurz-„Anspielung“ von Slayers 'Raining Blood' nicht fehlen, es folgt Sonnenschein und ein fantastischer Doppelregenbogen seitlich der Bühne; das wahrscheinlich meist fotografierte Motiv an diesem Tag. Jasta ist ein sympathischer Profi im Umgang mit den Fans. Er feuert an, verbreitet Positivität und hält eine kurze Rede darüber, dass wir, Freunde der harten Musik, ein großes Ganzes sind, egal ob man auf Hardcore, Heavy Metal, Thrash Metal, Punk etc. steht. Die Message kommt an. 'Destroy Everything', 'Live for This' und 'I Will Be Heard' ebenso. Nun freut sich die Band wieder auf ihre Familien und Freunde daheim in Übersee. Wer Lust auf den sprichwörtlichen Nachschlag hat, darf sich auf die Tour im Januar 2018 freuen.

In ihrer Heimat Florida sind TRIVIUM reichlich Sonne gewohnt. Diese strahlt nach HATEBREED zwar immer noch, doch der von Sänger Matthew Heafy betitelte TRIVIUM-Fluch zeigt plötzlich Wirkung: während der Show beginnt es in Strömen zu gießen und unzählige Besucher suchen Schutz unter so gut wie jeder auffindbaren Überdachung. Vielleicht hätten sie ihren Opener ‚Rain’ überdenken sollen (sic). Vor der Bühne bleibt es voll und das bis dato melodiöseste Material des Festivals wird lauthals mitgesungen und abgefeiert. Im hinteren Teil des Geländes finden Pommes, Fleischspieße und Bier etwas mehr Beachtung. Die Bühnendeko ist wie eh und je, sowie der Auftritt von TRIVIUM. Perfekt eingespielt Rockshow. Auch ein neues Album ist in Arbeit und darf dieses Jahr erwartet werden. Als Vorgeschmack darauf wird das bereits als Video veröffentlichte 'The Sin And The Sentence' über die Köpfe gefegt. Live eine richtig geile Metal-Nummer, in der Matts Klargesang ziemlich gut rüberkommt. Doch die (von einigen bevorzugten) Growls beim Finale 'In Waves' bringt nochmal Brutalität vor die Bühne. Highlight für viele. Danke und Tschüß und langsam tritt das Zwielicht ein.

Am Rande: Wo sind eigentlich die ganzen Bierbecher gelandet, die angeblich dauerhaft durch die Luft fliegend beobachtet wurden? Diverse Beschwerden sowie Anregungen zu höherem Becherpfand sind nachträglich eingegangen. Aber Prost.

Zu BULLET FOR MY VALENTINE gibt es nicht unbedingt mehr zu berichten als über TRIVIUM, nur eben dass es sich um BULLET handelt. Gute Show, druckvoll, technisch ohne jedes Manko, die Fragen nach dem Befinden, die Ani­mie­rungen zum mitmachen, ein vor der Bühne feierndes und singendes Publikum (auch wenn viele, wie bei TRIVIUM, über zu viel Singsang meckern), ein zusehendes Publikum und ein teilnahmsloses Publikum. Aber langsam kommt die flackernde Lichtshow zur Geltung und macht den Auftritt in dieser Hinsicht für die Sinne interessanter. Die Setlist liest sich wie folgt: 'V', 'No Way Out', 'Waking the Demon', 'Your Betrayal', '4 Words (To Choke Upon)', 'Worthless', 'The Last Fight', 'Pleasure and Pain', 'Tears Don't Fall', 'You Want a Battle? (Here's a War)', 'Scream Aim Fire'. Nach einer Albumlänge kommen BULLET mit ihrer im November veröffentlichten Single 'Don't Need You' von der noch unveröffentlichten Live-Platte „At Brixton Academy - Chapter 2“ zum Schluss. Hart, geradeaus und ohrwurmartig. Applaus. Alles ist gut. So. Gleich kommt MEGADAVE!

Nach ANTHRAX und SLAYER sind nun MEGADETH die dritten aus dem „Big Four“-Bundle auf dem Riot. Nächstes, spätestens(!) übernächstes Jahr sollten dann langsam mal METALLICA antanzen. Zwinker Zwinker.
Bei so viel Geschrei und enormer Härte im Tagesablauf, kommen MEGADETH natürlich etwas „seichter“ daher. Nichtsdestotrotz ist die Band um Dave Mustaine bei so einem Line Up der absolut logische Headliner, egal wieviel „stage acting“ und Härte vor und auf der Bühne herrscht(e). Das wäre so, als würde man einen richtig leckeren Cheeseburger als Hauptspeise servieren, nachdem man vorab pfälzischen Saumagen aufgetischt hat. Ein bisschen Tradition muss sein. So schallen laute MEGADETH-Rufe zur erleuchteten Leinwand, auf der zwischenzeitlich auch mal die Obduktion eines Aliens zu sehen ist. Die Stimmung ist ziemlich gut und das Gelände etwas leerer, da viele Jungspunde bereits nach Hause torkeln oder von Freunden zum Hauptbahnhof getragen werden müssen. Intro, Nebellichter und ab in den 'Hangar 18', den MEGADETH schon beim Betreten der Bühne spielen, als drücke man beim CD-Player auf Play. Hervorragender Start. 'The Threat Is Real' vom relativ erfolgreichen „Dystopia“ kommt direkt im Anschluss. Jedes Bandmitglied hat seinen Part und ist links, mittig, wie rechts vom Bühnenrand unterwegs. Dave Mustaine wechselt durchgehend von Mikro zu Mikro und Gitarrist Kiko, der seit zwei Jahren dabei ist, bringt frischen Wind und viel Bewegung in die Runde, spielt auch mal mit dem Gesicht Gitarre. Ab und zu könnte man denken, er sei der Frontmann, weil Dave Mustaine sich nach den Gesangsparts fast zurückhaltend in den Hintergrund stellt und konzentriert den Stoff über das Griffbrett frickelt, während Rampensau Kiko vorne die Bühne einnimmt. Band-„Maskottchen“ Vic Rattlehead kommt im Anzug auch noch auf einen Besuch rum, spaziert über die Bühne und begrüßt Band plus mitsingende Fans.
Einige sind „schockiert" über Dave Mustaines Gesangsleistung. Andere wissen nicht, was gemeint ist und feiern ihre Helden vollends ab. Mustaines Stimme mag nicht mehr so kräftig sein, aber heute Abend ist die Form völlig in Ordnung und man hört eindeutig einen charakteristischen Dave Mustaine und eine Band, die nur wie eine Band klingt, nämlich MEGADETH. Und sie spielen eine super tighte, schön gemischte Setlist inklusive der üblichen „Symphonie“, den „Schwitzenden Kugeln“ plus weiterhin 'Trust', 'She-Wolf', 'Skin o' My Teeth', 'A Tout Le Monde' sowie viel vom 1990er Jahrgang „Rust In Peace“. 'Holy Wars …', den HATEBREED-Sänger Jasta am frühen Abend als besten Thrash-Metal-Song aller Zeiten bezeichnet hat („Sorry, Metallica!“), beendet einen geilen Auftritt, der gern noch eine halbe Stunde länger hätte sein können (Die kurzen Spielzeiten aller Bands wurden im Nachhinein etwas bemängelt).
Dave Mustaine ist während Konzerten kein Freund großer Worte. Zum Abschluss aber nimmt er sich einen Moment und dankt ruhig, gelassen und sichtlich zufrieden dem Hamburger Publikum. Auch MEGADETH absolvieren heute Abend die letzte Show ihrer Europatournee. Zeit für den Abschied.

Nach dem Elbriot ist vor dem Elbriot. Es wurde viel gemosert aber auch ausreichend gelobt. Die Organisation lief weitestgehend reibungslos ab, das Sicherheitspersonal war freundlich und hilfsbereit und eine Vielzahl an Toiletten zu allen Seiten gab es auch. Vereinzelte Notarzt-Einsätze sind zu verbuchen, die hoffentlich nichts Ernstes zu versorgen hatten. Die Bands haben durchweg einen wirklich guten Job gemacht, sind gut angekommen und haben ihre Freunde vor der Bühne versammelt. Alles in allem hat dem Ganzen vielleicht ein bisschen Seele gefehlt. Alle sind sitt und satt. Ein möglicher Eindruck. Nichtsdestotrotz gab es eine fette Party mit allem drum und dran, guten wie (möglichen) schlechten Dingen.
Die Hamburger plus angereisten Gäste aus dem Ausland streichen sich für nächstes Jahr den 18.08.2018 im Kalender an. 888 - The number of the Riot. The Hateful Eight, oder so was. Fest steht: Das Elbriot ist etabliert. In diesem Sinne – Kinners, keep calm and listen to Metal!

 

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