LEGACY - The Voice from the Darkside

Switch to desktop

Thursday, 15 February 2001 01:00

 

The Awakening

Written by 
Rate this item
(0 votes)

Die deutsche Band THE AWAKENING hat mit ihrer aktuellen Veröffentlichung „The Age Of Storm“ ein wirklich gelungenes Pagan Black Metal-Album vorgestellt, das sich stilistisch doch ziemlich von ihrem noch nicht so ausgereiften Debut unterscheidet. Grund genug also, den Jungs, hier vertreten in Gestalt von Sänger Wege und Gitarrist Volkert, mal auf den Zahn zu fühlen, was sich im letzten Jahr so getan hat, und natürlich die Stilveränderung aus Sicht der Band zu erläutern. „Bei "The Age Of Storm" haben wir uns weitestgehend von den Death Metal-Elementen getrennt, die auf "Daemonswords" noch zahlreich vorhanden waren. Außerdem arbeiten wir nun mehr mit cleanen Gesangspassagen. Wir haben die Geschwindigkeit angezogen, die Riffs sind irgendwie rotziger und vor allem das Drumming ist um einiges heftiger geworden. Wir haben unseren Stil besser ausgearbeitet.“ Wobei sie sich auch nicht von dem Drummer-Mangel abhalten ließen, der ihnen zumindest einige Live-Gigs vermieste. „Da wir ja ab Mitte 1999 ohne Schlagzeuger dastanden, mußten wir viele Angebote ausschlagen und konnten leider nur wenige, meist regionale Auftritte wahrnehmen, wenn uns sozusagen eine Aushilfe am Schlagzeug zur Verfügung stand. Bis auf die üblichen Probleme mit unmotivierten Live-Mischern, die keinen Bock auf Metal haben, sind diese Gigs allerdings recht erfolgreich verlaufen.“ Doch wird man die fehlende Live-Präsenz sicher in diesem Jahr wieder aufholen. „Besetzungstechnisch sind wir nun wieder komplett und werden ab Mai die ersten Auftritte haben, da Wege bis dahin außer Landes ist. In Aussicht stehen mehrere Club-Gigs und ein Open Air. Konkretes können wir aber noch nicht sagen.“ Um so konkreter ist dafür allerdings ihre Meinung zu der momentanen Tendenz in der Black Metal-Szene. „Wir finden, daß die Black Metal-Szene sich momentan sehr negativ entwickelt. Es gibt zu viele Kiddie-Bands, die von der ganzen Sache wenig verstehen, sich aber gerne mit einem Evil-Image schmücken. Solche Poser machen es den wirklich guten Bands unmöglich, einen korrekten Deal zu bekommen. Weiter betrachten wir den Einfluß aus der rechten Szene als sehr negativ, weil solche Denkansätze und Handelsweisen - sowie Politik überhaupt – für uns nichts in der Metal-Szene zu suchen haben. Außerdem werden Bands, die sich mit heidnischen Themen befassen - so wie wir - leicht mit den Rechten in einen Topf geworfen, was wir nicht gerade toll finden. Wir sehen uns allerdings weniger als Black Metal-Band!“ Diese Einstellung dürften sie mit dem eher Pagan-orientierten Album „The Age Of Storm“ auch lautstark untermauert haben und so schlagen auch ihre Lyrics nicht unbedingt in die eingefahrene Satanistenschiene. „In unseren Lyrics haben wir teilweise Inhalte der Edda verarbeitet, teilweise aber auch bewußt weniger hintergründige Texte gewählt, die sich zwar mit heidnischen Themen befassen, bei denen es aber um eher triviale Dinge wie Zusammengehörigkeit, Wahnsinn und Schmerz oder Krieg geht. Im Allgemeinen haben wir versucht, persönliche Gefühle und Erfahrungen mit Edda-Inhalten zu verbinden.“ Mehr Infos über die Band gibt es auf www.theawakening.de.

Diana Glöckner

Additional Info

More in this category: « Tenebre The Foresaken »
 
 

Leave a comment

Make sure you enter the (*) required information where indicated.Basic HTML code is allowed.

(c) 2012 www.legacy.de

Top Desktop version