Mit HOPELEZZ bekam die nordrhein-westfälische Metal-Szene 2008 einen weiteren Jungspund als Zuwachs – das Quintett aus Westfalen schickt sich mit dem ersten Album „Black Souls Arrive“ an, eine Menge Fans dazu zu gewinnen. „Trotz des ganzen Stresses spüren wir keine Müdigkeit. So erkennt man wohl Workaholics“, sagt Drummer Nik Gaidel zur Produktion und Promotion des neuen Albums. „Basti, unser Gitarrist, und ich haben ein Jahr lang jegliche Musikforen im Internet abgeklappert, um die Band zusammenzustellen“, erzählt er über die Entstehung der Band. Nach dem Höhepunkt bei den Aufnahmen gefragt, sagt er: „Das Geilste war es, die fertige CD aus dem Presswerk in unseren Händen zu halten, das Booklet durchzublättern – obwohl wir längst wussten, was drin steht – und dabei doof zu grinsen.“ Dass durch die Band ein Großteil ihrer freien Zeit flöten geht, nehmen die Mitglieder gerne in Kauf: „Unser Sänger Fabio hat Demo-Songs von uns im Netz gehört und uns angeschrieben. Er kommt aus Hemsbach bei Mannheim. Unser Proberaum ist in Wuppertal, NRW. Das ist eine Entfernung von 270km. Das macht ihm aber überhaupt nichts aus.“ In Niks Augen ist die Band in den letzten zwei Jahren sehr zusammengewachsen: „Das kommt automatisch durch die Anzahl an Konzerten innerhalb der zwei Jahre. Wir haben beim Songwriting andere Sachen ausprobiert, neue Song-Strukturen und so was.“
Dass das Band-Leben mitunter auch seine negativen Seiten hat, können sie dadurch einfacher wegstecken: „Uns war von Anfang an klar, dass das, was wir machen, sehr viel Zeit fressen würde. Wir wollten nie nur eine Proberaum-Band sein, die ab und zu live zockt. Wo ein Wille ist, ist immer auch ein Weg.“ Ein Weg, der nun in „Black Souls Arrive“ gemündet ist. „Der Albumtitel steht für die Band-Mitglieder. Wir sind dieses Jahr endlich angekommen, haben das Album fertig gestellt, haben ein Label, das uns unterstützt, und machen die Musik, auf die wir Bock haben.“ Welche Musik das genau ist, ist für Nik gar nicht so einfach zu definieren: Neben In Flames und Amon Amarth zählt der Drummer der Band auch Chimaira, Parkway Drive, Killswitch Engage und Machine Head als Hauptfaktoren auf, die HOPELEZZ beeinflusst haben. „Wir hassen es, uns auf ein Genre festzulegen. Wir erfinden das Rad ganz bestimmt nicht neu, aber wir bedienen uns bei so vielen Stilen, dass es für uns selber unüberschaubar geworden ist. Wenn man fünf Leute nach unserem Genre befragt, kriegt man zehn Antworten.“ Nik klärt auch über die Bedeutung einiger Songs auf der Platte auf: So ist ‚Milk The Goat‘ keineswegs eine Hommage an die deutsche Ziegenkapelle Milking The Goatmachine. „Im Grunde geht es darum, sich nicht zu viel auf einmal vorzunehmen. Das ist heutzutage sehr schwer – schließlich befindet man sich immer mehr unter Leistungsdruck, sei es von außen herbeigeführt oder von sich selbst geschaffen.“ Nik kennt das Gefühl: „Auch wenn man es vielleicht nicht machen sollte, aber ich lese mir jedes einzelne Review durch. Wenn jemand schreibt, das Album sei scheiße, kann man es nicht mehr ändern. Es ist ja dann schon aufgenommen. Wir machen uns aber trotzdem immer Gedanken darüber. Auch beim Live-Publikum, das ist uns noch wichtiger. Wenn da ein Song nicht zieht, setzen wir uns zusammen und gehen der Frage nach dem Warum nach.“
Für die Zukunft hat das Quintett noch viel geplant: „Wir haben schon neues Material, obwohl die Platte gerade erst rausgekommen ist, aber eben noch nichts eingespielt. Wir haben aber unzählige Ideen, die wir nach und nach abarbeiten werden.“ Damit die Fans nicht nur akustisch, sondern zugleich optisch verwöhnt werden, haben HOPELEZZ neben der Veröffentlichung von „Black Souls Arrive“ kürzlich ein Musikvideo gedreht, und zwar zum Song ‚Devil’s Ride‘. Auch Show-mäßig werden HOPELEZZ in der nächsten Zeit viel unterwegs sein: Unter anderem werden die Ruhrpottler mit Eisregen, Milking The Goatmachine, Debauchery und Dawn Of Disease touren. Macht Euch also auf was gefasst!