Damien DeRose provoziert mit seinem dritten Album geradezu Vergleiche mit Elliot Smith oder dem seligen Jeff Buckley. „Bound For Glory“ reicht also vom einleitenden Titel-Track über das Duett ‚Girls‘ (mit sich selbst, der Mann ist ein Stimm-Chamäleon) hinweg bis zum Minimalismus ‚Doesn't Mean‘ nicht weiter als das, was die Lehrer von PEASANT vorgegeben haben. Dafür schafft es DeRose, innerhalb der Koordinaten frische wie persönliche Lieder zu schreiben, deren Darbietung durchweg überzeugt. „Bound For Glory“ ist ein stilles, aber nicht dröges Album geworden, wie nicht nur das frohsinnige ‚The Flask‘ zeigt. Country-Bezüge drängen sich nur verhalten auf, etwa durch Verwendung des Banjos in ‚A Little One‘, alldieweil DeRose auch zurückhaltend für Begeisterung sorgt. Allein sein Vortrag lässt über die Akustikgitarre in ‚Mother Mary‘ und ‚Take It Light‘ hinweghören. Wenn zuletzt einzig ‚Pretty Good‘ rockiger daherkommt, meint man dennoch nicht, in puncto Dynamik etwas verpasst zu haben. PEASANT ist unauffällig, je nach Einschätzung ein guter Kopist oder von Assoziationen befreit ein begabter Songwriter, der auch angesichts seiner Jugend noch eine eigene Linie finden muss und wird. Bis dahin gibt man dennoch den Vorbildern den Vorzug, wenn es drauf ankommt.
