LEGACY - The Voice from the Darkside

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Saturday, 28 April 2012 02:00

 

EMME YA „Atavistic Dreams & Phallic Totems“

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Additional Info


Bewertung: 13


Label: Cold Spring
Band-Website: Band-Webseite
erschienen in Ausgabe Nr.: 078
EMME YA „Atavistic Dreams & Phallic Totems“

Die Dogon sind ein afrikanischer Stamm, der vor allem für seine Masken bekannt ist und für den bizarren Umstand, dass sie ohne astronomische Fähigkeiten die Existenz von Sternen vorhergesagt haben, die erst später entdeckt worden sind. Von diesem Stamm haben sich EMME YA inspirieren lassen, ihre rituelle Ambient-Musik allerdings entspricht nicht dem Klischee der Voodoo-Trommelwirbel, sondern ist eher abstrakt und okkult. Geflüsterte Worte und Klänge, die aus tiefen Höhlen heraus ans Gehör herangeweht werden, bestimmen das Klanggeschehen. Das erinnert dann deutlich mehr an Sleep Chamber als an Hybrids, um mal zwei dominante Vertreter des Rituals im Industrial zu nennen. Sicher wunderbare Klanguntermalung für einsame Stunden in dunklen Zimmern, am besten mit einer Kerze, damit die Schatten schön zu den eigenen Phantasien tanzen. Wenn in ‚Translucid Dreaming‘ nach der ruhigen, dunklen Starre plötzlich Schreie ertönen, wirkt das fast obszön und störend. Man weiß ja schon, dass alles schlecht, dunkel und bedrohlich ist. Da muss man nicht noch mit eher billigen Sound-Effekten daran erinnert werden. Zum Glück hört das Geschrei schnell auf, der heraufbeschworene Todeskampf währt wohl nicht lange. Danach klingt die CD mit Kehlkopfgesang und Trommelschlägen besinnlich aus. Eher okkult als rituell, aber eine überwiegend wirklich gelungene Klangmalerei für Freunde des Dark Ambient.

 

 

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