Der Doom taucht in verschiedenen Facetten auf, will heißen: Da Doom in seiner Reinform nur wenige Leute anspricht, schleicht er sich in andere Extreme Metal-Stile ein, so wie bei SHAPE OF DESPAIR, die auf der vorliegenden EP dräuende und zugleich elegische Stücke zum Besten geben. Die Titel reihen sich in die Marschrichtung ein: Hier geht es um die Erkundung zu Ton gewordenen Leids. Wer keinen Bezug zu dieser Art Atmosphäre aufbauen kann, wird seine lieben Probleme mit der häufigen Wiederholung der Song-Parts haben. Dann kommt noch hinzu, dass die Stücke Überlängen annehmen. Ganz so schlimm wie beim Funeral Doom wird es jedoch nicht. Der Synthesizer-Einsatz lockert die sich hinziehenden Tracks auf, zuweilen ertönt auch Frauengesang zur Unterstreichung der dunklen Absicht: die Gestalt der Verzweiflung akustisch zu realisieren. Entgegen des Stereotyps passiert in den Stücken besonders auf Seite des Drummers ziemlich viel an Arbeit an seinem Instrument. Doch ein großes Aber gibt es eben schon: Man sollte dem Doom Metal und all seinen Implikationen etwas abgewinnen können. www.myspace.com/solarfallrecordsnorway.
