Vinyl bleibt ewig jung, und so auch das Album „Hate“ der Niederländer. Der Rezensent erinnert sich an seine Jugendjahre, wo SINISTER bedeutende Einführungen in den Death Metal abhielten, und die Stunden, wo diese Alben über den Teller rotierten. 1995 erschien „Hate“, und das Epos ‚Awaiting The Absu‘ steigert die Spannung schon immens, wenn erst mal über eine Minute Keyboard-Gedudel und wildes Gegrunze erklingt, bevor es röhrend losgeht und SINISTER den ahnungsvollen Zuhörer in die Tiefen des guten alten Death Metal entführen. Man kann auch den Fakt nicht leugnen, dass der Umstand der Veröffentlichung bei Nuclear Blast mit den anderen Bands auf dem Label für einen weiteren Kultfaktor sorgte. Gut, das ist mittlerweile 16 Jahre her. Lange Zeit, in der viel anders wurde. SINISTER sind nach wie vor aktiv und rumpeln heute nicht viel weniger als anno 1995. „Hate“ wirkt wie aus einem Guss. Die Atmosphäre eines dunklen, widerwärtigen, abstoßenden Death Metal, wie er sein sollte. Technisch wird hier sicher kein Preis gewonnen. Aber SINISTER wollen rotzen. Es gibt vierfache Auswahl: schwarzes, gelbes, blaues und splattered Vinyl.
