LEGACY - The Voice from the Darkside

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Tuesday, 28 February 2012 02:00

 

V.A. „VOL. 1 – THROUGH THE GATES OF SLEEP”

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Bewertung: 1

Tracks: 13
Label: Suicidal Bride
V.A. „VOL. 1 – THROUGH THE GATES OF SLEEP”

Wäre diese Label-Compilation in ein paar Jahren ein Fall für die „Abominations Of Compilation“-Kolumne? Bei dem stilistischen Mischmasch kaum, optisch ebenfalls nicht: Statt eines Booklets mit Infos zu den Bands werden im Inneren des Digipacks nur schlicht deren MySpace-Adressen angegeben. Die meisten Teilnehmer sind noch ungebunden. Direkt zum Suicidal Bride-Stall gehören beispielsweise die Opener ALL ELSE FAILS. Melo-Death mit viel Klargesang (erst etwas weinerlich, aber passabel) und sanften, verträumten Momenten. THE ORDER OF CHAOS – hat sich da jemand nach diesem wunderbaren Xentrix-Song von „Kin“ benannt? Möglich, denn ‚Chaos In Cairo’ (vom zweiten Album „Burn These Dreams“, Killer Metal Records) klingt schon nach einer Thrash-Band, die sich in den frühen 1990ern nach den großen Vorbildern (Metallica, Testament, Exodus...) zu druckvollen, langsameren und simpleren Kompositionen hat hinreißen lassen. Gar nicht in das Bild passt allerdings der Gesang von Amanda: mal Kratzbürste, mal Göre, mal liebliches Mädel. INSIDE IT FAILED rocken irgendwo zwischen Stoner-Kram, softem Hardcore und Alternative, AFTER THE FALL gehen ‚Chaosphere’ introvertiert mit Electro-Effekten an. SILO (gottlob nicht Sido) setzen auf griffig rockendes Material mit Klargesang und dezenten Thrash-Merkmalen in der Gitarrenarbeit. Könnte jemand den Verursachern von ‚From The Gallows“ stecken, dass der Name TYRANT in der Metal-Historie schon mehrfach genutzt wurde? Da müssen sich keine mittelprächtigen, 08/15-Modern-Metaller mit fiesem Schreigesang einreihen. AFTERTASTE (‚Demons Inside’) hinterlassen einen miesen Nachgeschmack: zweistimmiges Brüllen, viel Klargesang, der Refrain klingt wie Maidens ‚The Wicker Man’ im Emo-Fleischwolf. QUARTERED (Breakdown-Geschrei und liebliches Geträller), COLLECTIVE UNCONSCIOUS (‚Incessant Rain’ – eine Alternative-Ballade mit Bongos), THE RUINED (unterproduziert, mieser Sänger) ENDURING THE FALL (dito) und TRASH THE MONUMENT (‚Distance Means Nothing’ in einer hörbaren, aber unspektakulären Lagerfeuervariante) gehören ebenfalls zum Aufgebot der einstündigen Spielzeit. Alles in allem wäre die kanadische MetalCore/Hardcore/Alternative-Zusammenstellung bei Kollege Kupetz und/oder in der Pressure Zone besser aufgehoben gewesen... 

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