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Wednesday, 31 August 2011 02:00

 

PENTAGRAM "When The Screams Come"

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Bewertung: -


Label: Metal Blade/Sony
Band-Website: Band-Webseite
erschienen in Ausgabe Nr.: 074
PENTAGRAM "When The Screams Come"

Nicht nur in unserem kleinen Fachblatt schnitt das letzte PENTAGRAM-Album „Last Rites“ verdammt gut ab, auch sonst fand die erste Scheibe der Doom-Legende nach sieben Jahren Studio-Funkstille gehörigen Anklang. Fest steht, dass nach Jahren des Backens kleinerer Brötchen nunmehr wieder vermehrtes Interesse an Bobby Liebling, Victor Griffin & Co. besteht. Da dürfen sich Metal Blade natürlich nicht lumpen lassen und müssen dafür sorgen, dass dieses heiße Eisen weiterhin geschmiedet wird. Eine anständige DVD-Veröffentlichung würde da gerade recht kommen. Grundsätzlich ist gegen ein derartiges Unterfangen nichts einzuwenden, ist das Gros der PENTAGRAM-Konzertmitschnitte, die auszugsweise hie und da in Bootlegform beziehungsweise dieser Tage auch auf YouTube feilgeboten werden, doch qualitativ nicht gerade der Oberhammer, um´s mal gelinde auszudrücken. Was bei Bootlegs einen bestimmten undergroundigen Charme verbreitet, sorgt bei offiziellen Veröffentlichungen indes für erhebliche Zweifel ob der Sinnhaftigkeit einer solchen DVD und stellt gar den Verdacht der schnellen Abzocke in den Raum. Auf „When The Screams Come“ befindet sich ein Mitschnitt des PENTAGRAM-Auftritts vom vergangenen Jahr beim Maryland Deathfest VIII in Sonar, Baltimore. Normalerweise eher als Extrem-Metal-Open-Air bekannt, wollten Bobby & Co. damals nicht so ohne Weiteres in den Band-Reigen passen, was auch die insgesamt zwar andächtig-ehrfurchtsvolle, aber keineswegs ausgelassene Stimmung im Publikum erklärt. Gewöhnungsbedürftig ist die wenig professionelle Kameraführung, selbst wenn hier mit kleinen Mitteln trotz alledem etwas Anständiges auf die Beine gestellt wurde. Was allerdings Sound-technisch geboten wird, ist allenfalls Bootleg-Qualität: Überdeutlich ist Victor Griffins Gitarre zu hören, auch der Bass wummert recht ordentlich. Völlig im Klangbrei unter gehen indes das Schlagzeug und Bobbys Gesang: Bei einer Band mit einem solch markanten Fronter ist dieser Umstand natürlich doppelt ärgerlich. Dabei bieten PENTAGRAM eigentlich eine sehr unterhaltsame, wahrhaft besessene Show, bei der selbstverständlich einmal mehr der charismatische Herr Liebling mit seiner kauzigen Art des Entertainments im Vordergrund steht. Leider trübt der schlechte Sound den Hörgenuss mehr als deutlich, da hilft auch kein zusätzlich auf die DVD geknalltes Interview mehr. In Bootleg-Kreisen dürfte dieser Mitschnitt alles in allem eine kurze Randnotiz darstellen, als reguläre Veröffentlichung eines größeren, etablierten Labels ist das allerdings beschämend.

 

 

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