Ein Konzeptalbum beschert uns Oliver Barrett mit seinem Solo-Debüt. Der Titel bedeutet so viel wie „heilige Quelle“, und die Musik thematisiert die Elemente Stein und Wasser. Langsames Fließen und Perlen beschreibt die Musik auch sehr gut. Irgendwo zwischen Drone und Ambient liegt die Basis der Stücke, die eine erhabene Ruhe ausstrahlen. Darüber aber flirren weitere Klänge, im Opener ‚After Francis Danby‘ beispielsweise ein langsam einsetzendes und über das Stück hinweg immer mehr verstimmtes Saiteninstrument, was ein wenig an Momente aus dem „Hellraiser“-Soundtrack von Coil erinnert. In ‚Concrete‘ klagt ein Männerchor aus der Ferne, darüber liegen Drones, die fast nach einem digital nachbearbeiteten Dudelsack klingen. Zu Ende der CD kommt mehr Dynamik auf, der Fluss wird schneller, die Klänge werden heller. In ‚William Walker Strengthens The Foundations‘ setzen sachte elektronische Beats ein, und eine zerhackte, helle, elektronische Melodie singt zum Abschied. Es ist fast ein wenig, als ob man aus einem Traum erwachen würde, wenn die CD zu Ende geht. So ruhig und doch vielschichtig ist die Musik. Für jeden, der sich für experimentelle, aber auch gleichzeitig zugängliche Musik begeistern kann, auf jeden Fall ein Tipp. Und die hübsche Verpackung aus Pappe mit Artwork wirkt ähnlich kryptisch wie manche Songtitel und macht die Sache noch attraktiver.
