WHEN NOTHING REMAINS ist eine schwedische Band, die auf ihrem Debütalbum „As All Torn Asunder“ ausnahmsweise mal nicht typisch schwedisch klingt. Es gibt nämlich weder Melodic Death Metal noch typisch schwedisches Todesblei noch klassischen Heavy Metal zu hören, sondern mit Death Doom einen Sound, der heutzutage nur noch von wenigen Bands kultiviert wird. 70 Minuten lang wird auf „As All Torn Asunder“ in den zumeist überlangen Songs der Trauerweiden-Sound gespielt, der My Dying Bride berühmt gemacht hat. Auch bei WHEN NOTHING REMAINS kommen zum Zwecke der musikalischen Untermalung der leicht kitschigen, traurigen Texte Streicher und Klavier zum Einsatz, ansonsten herrschen tiefe Growls, träge Rhythmen und schwermütig-melodische Gitarrenharmonien vor. Gelegentlich steuert Johan Ericsson von Draconian und Shadowgarden klare Vocals bei, die zusätzlich für Abwechslung sorgen. Zwar ist „As All Torn Asunder“ etwas zu lang geraten, die Schweden machen ihre Sache aber in der Summe so gut, dass man sich der düsteren Stimmung hingeben und sich die gute Laune vermiesen lassen kann – was in dem Zusammenhang freilich ein positiver Aspekt ist. Das hübsche Gemälde auf dem Cover-Artwort (eine viktorianische Gruselfilmszene, in der Gevatter Tod mit seiner Kutsche die Frau eines Edelmanns einkassiert) verlangt nach der Vinyl-Umsetzung eines Album, das nichts Außergewöhnliches zu bieten hat, aber in sich stimmig ist.
