LEGACY - The Voice from the Darkside

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Thursday, 26 August 2010 02:00

 

ANKH „Seelenmeer“

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Additional Info


Bewertung: 5


Label: Eigenproduktion
Band-Website: Band-Webseite
erschienen in Ausgabe Nr.: 068
ANKH „Seelenmeer“

Oha, da hat sich aber jemand sehr, sehr deutlich von frühen Lacrimosa (bevor diese anfingen, Gitarren zu verwenden) beeinflussen lassen. Zarte Sound-Gebilde aus Klassik, Electro, Dark Wave und Ambient stehen auf „Seelenmeer“ und werden von einer Stimme begleitet, die oft sanft und beinahe flüsternd ist und natürlich auch ein wenig an Tilo Wolff erinnert. Und Texte von sich gibt, die ebenfalls so von Lacrimosa stammen könnten. Das ist eines von zwei Problemen, an denen ANKH kranken. Das andere ist die Tatsache, dass man überdeutlich hört, dass hier alles am PC zusammengebastelt wurde, und das mit höchst simplen Programmen. Die Sounds sind durchweg von der Stange und dass ein gewisser Minimalismus auszumachen ist, war vermutlich weniger Absicht, als dass es dem miesen Equipment geschuldet ist, mit dem wohl gearbeitet wurde. Das ergibt natürlich auch ein sehr undynamisches Klangbild, das in der Folge recht eintönig ist. Gut, bei einer Wohnzimmerproduktion darf man keine klanglichen Wunder erwarten, so dass das Augenmerk eher auf den Arrangements und den Songs liegen sollte. Diese sind zumindest abwechslungsreich, mal instrumental, dann wieder stärker der Klassik bzw. tanzbaren Elektro-Klängen zugewandt. Man ist also zu bemüht, den Inhalt interessant zu gestalten. So ist auch die Dramaturgie in den Songs in Ansätzen gelungen, viele Ideen bleiben aber Stückwerk. So pendelt das Gefühl beim Hören von „Seelenmeer“ zwischen interessiert und peinlich berührt, aber klar ist, dass hier noch viel Luft nach oben ist. Nicht nur, was die Findung der eigenen klanglichen Identität angeht.

 

 

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