Bislang konnten A.LOSTFIELD noch kein Label von ihren Qualitäten überzeugen. Ihr erstes Album veröffentlichen sie deshalb in Eigenregie. Das hält das Trio aus Bogotá aber nicht davon ab, „Internal Affairs“ international zu bewerben und seinen Namen in aller Welt zu streuen. Auf ihrer MySpace-Seite benennen die Kolumbianer ihre Einflüsse mit Pain, Cynic, Opeth, In Flames, Porcupine Tree etc. Das kommt von der Richtung her hin, die die sieben Tracks des Debüts nehmen, doch offenbaren die Kompositionen der Band akuten Nachjustierungsbedarf. Was A.LOSTFIELD treiben, ist nur mit viel Wohlwollen – oder unter Zwang – hörbar. Ihr Crossover-Sound entwickelt sich zwischen Rock, Metal und Prog, ist stark experimentell und tendenziell verkopft angelegt. Da die Songs aber weder klar strukturiert, noch sonderlich spannungsreich entwickelt werden, verliert man sich als Hörer alsbald. Das Material von „Internal Affairs“ wirkt zusammenhanglos und zufällig. A.LOSTFIELD könnten auch eine ihrer Proben aufgenommen haben. Es ruckelt gehörig. Von einem Sound-Fluss ist nicht zu sprechen. So sehr der Wunsch nach internationaler Beachtung verständlich ist. Zunächst gilt es, die nötigen Hausaufgaben zu machen und zu musikalischer Relevanz zu finden. Der Weltruhm ist anschließend nur noch die Kür. Ob A.LOSTFIELD allerdings die Pflichtaufgabe erfolgreich meistern werden, ist angesichts ihres Debüts fraglich.
