Selbst wer den abgefahrensten Acid/Psychedelic Rock hört, Drone Doom vergöttert und Opium Warlords oder Esoteric zu seinen Lieblingsbands zählt, hat so etwas vielleicht noch nicht gehört! Was man diesen Amis, die von ihrem Label als die nächste große Sensation angepriesen werden, zugute halten muss, ist, dass sie vollkommen eigenständig klingen. Fast 50 Minuten völlig abgespacte, vernebelte und unglaublich schwer zugängliche Geräuschkulisse, die 98% aller Doom-Hörer gnadenlos überfordern dürfte. Keine Ahnung, auf welchen Drogen sich dieser Fünfer in einem dunklen Proberaum verschanzt und seinen wildesten Jam-Gelüsten freien Lauf gelassen hat. Die verwaschene, benebelte Produktion wurde sehr wahrscheinlich bewusst gewählt und lässt Instrumente wie z.B. die Drums manchmal nur erahnen. Es kommt auch relativ selten vor, dass sich mal ein kerniges Blues/Rock-Riff aus diesem Klangcocktail, -brei oder auch Geräuschkulisse heraushören lässt. "Embrace The Unknown" ist selbst für aufgeschlossene Hörer mit starken Nerven, sehr schwer am Stück zu konsumieren. Und falls wirklich, dürfte sich danach echte geistige Erschöpfung einstellen. Und dabei ist vollkommen egal, ob es der Hörer mit benebelter oder klarer Birne versucht. Wäre wirklich interessant, welcher Kandidat dieses Werk einmal komplett durchhört und es danach begeistert auf Heavy Rotation setzt. Egal, ob die Giganten aufwachen, marschieren, tanzen oder wieder in die Heia gehen: Bitte wieder auf Jupiter, aber nicht auf unserem Planeten! Trotz allem fünf Zähler für ein Stück Musik, das völlig "Out In Space" ist und selbst Noise-Fetischisten sprachlos und gnadenlos überfordert zurücklässt!
