LEGACY - The Voice from the Darkside

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Thursday, 28 October 2010 02:00

 

STONED JESUS „First Communion“

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Bewertung: 11


Label: (Solitude)
Band-Website: Band-Webseite
erschienen in Ausgabe Nr.: 069
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Stoner/Doom Metal aus der Ukraine?! Na, das ist ja mal was völlig Neues! Aber auch ohne Exoten-Bonus ist „First Communion“ eine verdammt intensive, kurzweilige Scheibe. Gut, eine Spielzeit von gerade mal knapp 40 Minuten mit insgesamt fünf Songs ist für eine Doom-Scheibe mit Hang zu Improvisationen nicht gerade als opulent zu bezeichnen. Trotzdem machen STONED JESUS ihre Sache eigentlich sehr gut: Das ultrakurze ‚Red Wine‘ mit gerade mal fünf Minuten Spielzeit bringt die Vorzüge der Ukrainer auf den Punkt: vibrierender Bass, geradliniges Schlagzeug und tonnenschwere Riffs sowie schwermütige Soli. Vocalist und Gitarrist Igor „Prog-Jester“ Sidorenko setzt den Hörer mit seinem doch sehr an Ozzy gemahnenden Gesangsorgan in eine Zeitmaschine zurück in die 70er. Natürlich vermag der Osteuropäer das Charisma eines Herrn Osbourne nicht zu rekapitulieren, dafür klingt er einfach zu brav. Trotzdem passt die Stimme aber wie die Faust aufs Auge zu den fünf Songs von „First Communion“, von denen das abschließende ‚Falling Apart‘ mit satten 13 Minuten zu Buche schlägt. Bei STONED JESUS steht weniger der Song an sich im Mittelpunkt als vielmehr ein gewisses Feeling, eine tiefe Verbundenheit zu den Ursprüngen der harten Rockmusik. Natürlich klingt der Debüt-Longplayer der Ukrainer leicht angestaubt, deswegen funktioniert die oben erwähnte Zeitreise auch so gut! Leute, die mit in die Länge gezogenen Improvisationen nichts am Hut haben, sollten um „First Communion“ einen großen Bogen machen. Selbst wenn man sich manchmal wünscht, STONED JESUS würden etwas Song-dienlicher zu Werke gehen, wird beständig das Potential dieser Gruppe offenbar. Wenn es die Ukrainer nunmehr schaffen, sich von den großen Vorbildern Black Sabbath und Saint Vitus etwas zu lösen, könnte uns in Zukunft noch einiges Hochwertiges aus dem Hause dieser Osteuropäer bevorstehen. Einen verheißungsvollen Einstand hat man mit „First Communion“ jedenfalls allemal hinbekommen!

 

 

 

 

 

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