LEGACY - The Voice from the Darkside

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Thursday, 28 October 2010 02:00

 

UNSUN „Clinic For Dolls“

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Additional Info


Bewertung: 10


Label: (Mystic/Soulfood)
Band-Website: Band-Webseite
erschienen in Ausgabe Nr.: 069
UNSUN „Clinic For Dolls“

Dass Maurycy „Mauser“ Stefanowicz wegen seines Gothic Metal-Projekts UNSUN die polnische Death Metal-Institution Vader 2008 verließ, kam überraschend. Während das Debütalbum „The End Of Life“ dann im gleichen Jahr bei Century Media erschien, ist beim Zweitwerk „Clinic For Dolls“ kleinere Brötchen backen angesagt, denn Mystic Production aus Polen sind da schon eine weniger namhafte Adresse. Sei’s drum, es kommt schließlich auf die Musik an. Und da wandern UNSUN auf altbekannten, um nicht zu sagen ausgelatschten Pfaden, denn eingängiger Gothic Metal mit Frauengesang ist alles andere als neuartig. Auf „Clinic For Dolls“ ist der aber gut gemacht, was bei dieser Besetzung auch nicht anders zu erwarten ist, denn mit Basser Heinrich von Vesania und Drummer Vaaver von Indukti hat man eine erfahrene Mannschaft an Bord. So ist am recht druckvollen, instrumentalen Fundament auch wenig auszusetzen, besonders die ordentlich bratende Gitarre weiß zu gefallen. Verfeinert werden die Songs hier und da mit elektronischen Elementen. Sängerin Annelyse „Aya“ Stefanowicz ist aber weder eine Rockröhre, noch eine Sopranistin, sondern hat eher eine zarte Pop-Stimme, was manchmal fast schon zu sanft wirkt. Zudem ist ihre Aussprache nicht immer ganz akzentfrei. Ein angenehmer Hauch von Melancholie weht durch die Songs (besonders im Opener ´The Lost Way´, dem traurigen ´A Single Touch´ und im flotten ´I Ceased´); hier und da sind die Nummern auch Ohrwurm-tauglich, den Refrain vom Titeltrack bekommt man jedenfalls so schnell nicht wieder aus dem Kopf, ebenso gelungen ist diesbezüglich das gut arrangierte ´Home´, auch wenn der Refrain hier an Nightwishs ´Nemo´ erinnert. Wer es härter mag, kommt in ´Not Enough´ und dem abschließenden ´Why´ auf seine Kosten. Lediglich die arg kitschtriefende Ballade ´The Last Tear´ ist dann doch zu viel des Guten. Im direkten Vergleich mit Könnern des Genres wie Krypteria fehlt zwar noch der letzte Kick, aber insgesamt machen UNSUN nicht viel falsch, und so hat man in diesem Bereich schon deutlich Schlechteres gehört.


 

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