Das Trademark „Kompromisslosigkeit“ schreibt sich das Freiburger Black Thrash-Kommando UNLIGHT seit jeher auf die Fahnen. Nach dem sehr direkten „Death Consecrates With Blood“ folgt jedoch kein kompromissloser Stillstand, denn auf dem neuesten Werk „Sulphurblooded“ fräst sich ein Novum bereits in den ersten Sekunden des eröffnenden Titeltracks in die Gehörgänge. Die bislang melodischen und etwas gemäßigteren Soli nehmen deutlich abgedrehtere Formen an. Darüber hinaus ist eine Spur mehr Dreck im Klangbild zu verzeichnen, die UNLIGHT sehr gut zu Gesicht steht, besonders, da die Tracks den Thrash nicht nur gelegentlich streifen, sondern so symbiotisch mit dem Black Metal verschmelzen, dass die Mischung einfach aufgeht und gehörig den Allerwertesten tritt. Die durchweg zornig keifende Vokalarbeit ist ein weiterer Pluspunkt. Da ist es locker zu verschmerzen, dass sich UNLIGHT nicht so ganz von skandinavischen Schwarzmetalleinflüssen lösen mögen. Mit dem zweiteiligen ´Dead All Things Will Be´ kehren langsamere, fast hymnische, doch nicht minder aggressive und intensive Töne ein. Im ersten Teil wagt sich das Trio Blaspherion, Raptus und Lord Grond an ein klassisch-ambientes Interludium, das ebenso als gelungen gesehen werden kann wie das anschließende Solo. Im zweiten Teil wird das Zwischenstück von einer prägnanten Basslinie und Sprach-Samples bestritten. Die eher Black Metal-lastigen Tracks ´Pale Rider – Pale Horse´ und ´Sound Forth The Trumpets… That Shall Never Call Retreat´ verfügen über hohes Mitgehpotenzial mit Trümmerattitüde, während bei den schwarz getränkten Abrissbirnen ´Invictus´ mit vielfältigen melodischen Leads sowie Soli und dem sechssaitig hervorstechenden und akustisch ausklingenden Schlusslicht ´Deine Waffen zu meinen Füßen´ die deutsche Sprache Einzug hält. ´By The Seventh Spell – A Blackthrash Symphony´ letztendlich ist ein Brecher, dessen Name kaum passender gewählt sein könnte. Technisch und von der Produktion her einfach groß.
