Darkwater-Chef Markus Sigfridsson hat definitiv ein Luxusproblem: Zu viele gute Ideen, die nicht unverwertet bleiben dürfen. Kurzerhand hat der schwedische Komponist daher ein neues Projekt namens 7 DAYS ins Leben geurfen, bei dem er sich von einer Reihe prominenter Landsmänner tatkräftig hat unter die Arme greifen lassen. Der knapp 70-minütige Debüt-Output ist jedoch nicht bloß ein „Who is who“ der skandinavischen (Progressive) Metal-Szene, sondern auch eines der stärksten Alben, welches dieser Bereich in den vergangenen Jahren überhaupt zustande gebracht hat. "Into Forever" entpuppt sich schon früh als sphärisch-melodisches Megamonster. In unzähligen, ineinander greifenden Harmonien toben sich renommierte Musiker wie Thomas Vikström und Christian Liljegren so freizügig wie lange nicht mehr aus, verwöhnen sich gegenseitig mit packenden Arrangements und verneigen sich durch eine erstklassige Performance vor Brainchild Sigfridsson, der seiner Darkwater-Karriere nicht nur Paroli bietet, sondern sein bisheriges Schaffen ganz klar in den Schatten stellt. Mit den beiden Longtracks 'The Innocence In Me' und 'Final Wisdom' stellt sich der Ideengeber schließlich sein eigenes kompositorisches Denkmal auf und beschließt ein Album, das selbst Star-Komponisten wie Michael Romeo nachdenklich stimmen sollte. Die Wachablösung im Prog Metal-Sektor scheint mit solchen Platten nämlich nicht mehr allzu weit entfernt!
