LEGACY - The Voice from the Darkside

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Arne Kupetz (AK)

Arne Kupetz (AK)

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MYCELIA „Isolator“

Wednesday, 12 September 2012 00:00 Published in Eigenproduktionen

Weshalb die Eidgenossen von MYCELIA ihre erste nicht rein digitale MCD als Eigenrelease ins Rennen schicken ist schnell geklärt. Die sechs Tracks von „Isolator“ offenbaren sowohl kompositorische als auch handwerkliche Mängel, denn in der Umsetzung der zu fordernden Ideen ruckelt es bisweilen gehörig. Der wenig präzise, sumpfige Sound ist ein zusätzliches Manko. Gerade im Djent- und Prog-Bereich, dem die Musiker verschrieben sind, kommt es auf Transparenz an, die es ermöglicht, kleinste Feinheiten und abgefahrene Spielereien mit zu verfolgen. Ohne Konzentration geht es im Genre nicht. Eine nicht optimale Produktion ist schnell ein großer Stolperstein, doch hier ist es nicht der einzige. Das Quartett aus der Schweiz hat bereits zwei Online-EPs sowie Support-Gigs für Veil Of Maya, Carnifex, Maroon und Suffokate vorzuweisen. Musikalisch gibt es von MYCELIA vornehmlich Djent und Prog, den die Band mit etwas Tech Death oder Deathcore und scheinbar heutzutage obligatorischen Elektro-Fragmenten versetzt. Angesichts einer Spielzeit von nicht einmal 25 Minuten ist „Isolator“ kaum als Vollzeit-Debüt zu werten, und auch ihren offensichtlichen Inspirationsquellen Tesseract, Periphery, Animals As Leaders, Meshuggah und so weiter werden die vier Musiker nicht gerecht. Für die erste reguläre Veröffentlichung sind MYCELIA noch nicht bereit gewesen. www.mycelia.ch.

 

 

 

KARYBDIS „From The Depths“

Wednesday, 12 September 2012 00:00 Published in Eigenproduktionen

In der modern extremen Metal-Szene Großbritanniens tummeln sich viele potente Newcomer. Wer sich angesichts der harten Konkurrenzsituation durchsetzt, bringt die nötige Hartnäckigkeit und Qualität mit beziehungsweise verfolgt seine Ziele vehement. Wohin der Weg der aus London stammenden KARYBDIS führen wird, bleibt abzuwarten. Das von der Band selbst veröffentlichte Debüt ist schon einmal eine beachtenswerte Duftmarke, an der sich viele Kollegen aus Kontinentaleuropa die Zähne ausbeißen dürften, wenn es der neue Standard für Eigenproduktionen wäre. Handwerklich und von der Produktion her könnte „From The Depths“ auch ganz regulär über ein Label erscheinen. Als Produzent ist Russ Russell beteiligt, dessen Referenzliste Namen wie Napalm Death und Dimmu Borgir umfasst. Der erste Longplayer des Quintetts steht für die lebendige Durchmischung von Melodich Death, Groove Metal und MetalCore. KARYBDIS verschieben den Schwerpunkt ihrer Songs immer wieder geschickt und sorgen so für Abwechslung. Mal präsentieren sie sich als waschechte Metal-Combo, mal stellen sie ihre Core-Affinität zentral. Der Einfluss der amerikanischen Ostküsten-Größen ist offenbar, doch „From The Depths“ ist nicht mit einer bestimmten Kapelle zu verbinden. Lamb Of God, Killswitch Engage, Chimaira oder Trivium dürfen als Vergleiche aber herhalten. Der Zehn-Tracker von KARYBDIS hinterlässt einen starken Eindruck. Potenzial ist bei den Briten eine Menge vorhanden, und ihren weiteren Weg sollte man im Auge behalten. www.karybdis.com. 

 

 

ISLAY „Islay“

Wednesday, 12 September 2012 00:00 Published in Eigenproduktionen

Zwei Demos und Auftritte mit Größen wie Amorphis, Rage, Dragonforce, Debauchery und Tankard liegen bereits hinter ISLAY. Nach knapp drei Jahren ist die Band aus dem Emsland nun bereit, ihren Einstand unter die Leute zu bringen. Die selbstbetitelte Platte lässt schnell erkennen, dass die Norddeutschen erfahrene Songwriter und Musiker sind, die den nötigen Anspruch mitbringen, ein gutes Release vorzulegen. Obwohl es sich um ein von der Band selbst veröffentlichtes Werk handelt, haben ISLAY an der Produktion nicht gespart. Die 13 Tracks kommen druckvoll daher. Das ist wichtig, da man es mit Death Metal zu tun hat, bei dessen Tracks es auf präzises Riffing und Drum-Spiel ankommt, um die richtige Durchschlagskraft zu erreichen. Das Quintett aus dem Emsland zeigt sich in der Anlage seines Materials eher klassisch orientiert, obwohl das Debüt letztlich auch mit einem modernen Touch versehen ist. Die Mischung aus ruppigen Prügel-Passagen und Parts, die melodischer gewichtet sind, hält das Album lebendig und abwechslungsreich. Breaks an den richtigen Stellen und eingeschobene Passagen, die die Härte relativieren, lockern das Bild zusätzlich auf. Dennoch steht niemals außer Frage, dass ISLAY eine beinhart ausgerichtete Death Metal-Kombo sind. Der wuchtig-kompakte Erstling der Norddeutschen ist gelungen, und mit der Viking-angehauchten Hymne ,Glenfiddich‘ an sechster Stelle verbucht die Band sogar einen kleinen Hit. www.islaymetal.com.

 

 

FRAMES OF MIND „#Anonymous“ MCD

Wednesday, 12 September 2012 00:00 Published in Eigenproduktionen

Es müsste sich um die erste Veröffentlichung des Sextetts handeln. In jedem Fall erscheint „#Anonymous“ in Eigenregie der Band und ist eine MCD. FRAMES OF MIND stammen aus Baden-Württemberg und sind einem Modern Crossover verschrieben, der MetalCore und DeathCore mit Drum'n'Bass und Electro zusammenbringt. Obgleich man angesichts dieser Sound-Skizze lebendige und unterhaltsame Songs erwarten würde, entwickelt sich der Vier-Tracker der Süddeutschen traditionell, wenig spektakulär und überdies berechenbar. Wo die Schweden von Beyond All Recognition mit ihrem Dubcore trotz einer Klischee-beladenen Anlage für einige frische Impulse und durchgängige Party-Tauglichkeit sorgen, bekommt man es bei FRAMES OF MIND mit monoton schleppenden Beatdown-Core-Passagen zu tun, die elektronisch angereichert werden. Blastbeats werden zudem gerne mit Drum'n'Bass-Beats versetzt oder von ihnen unterbrochen. Stimmig miteinander vereint sind die unterschiedlichen Stile im Sound der Baden-Württemberger jedoch nicht. „#Anonymous“ klingt mehr nach einzelnen Passagen, die hintereinander bzw. kunterbunt durcheinander gespielt werden, als nach reflektiertem, verbindendem Songwriting und klar verfolgten Absichten. Aus den sich theoretisch bietenden Möglichkeiten ihres Crossover-Ansatzes machen FRAMES OF MIND viel zu wenig. So plump und spannungslos, wie das erste Release des Sextetts klingt, werden es die Süddeutschen schwer haben. www.framesofmind.de.

 

 

 

 

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