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Thursday, 31 May 2012 02:00

 

SABATON „Carolus Rex“

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Additional Info


Bewertung: 12


Label: Nuclear Blast/Warner
Band-Website: Band-Webseite
erschienen in Ausgabe Nr.: 078
SABATON „Carolus Rex“

Wer bei ‚The Lion From The North’ etwas vom Agusta Mangusta - die A129 ist ein italienischer Kampfhubschrauber, eine Art kleiner Bruder vom amerikanischen Apache - versteht, liegt falsch: Das neue SABATON-Album beschäftigt sich überhaupt nicht mit Konflikten aus diesem oder dem letzten Jahrhundert. Joakim Brodén betreibt stattdessen Spurensuche in der schwedischen Geschichte: In der Blütezeit von Gustaf Adolf II., der neben vielen innenpolitischen Reformen die Grenzen Schwedens nach Osten wie Süden verschob und als Stratege die Kriegsführung revolutionierte, bis hin zum eher tragischen Karl XII, einem Größenwahnsinnigen, der sich selbst krönte und für nahezu gottesgleich erachtete. Das Interludium ‚Dominium Maris Baltici’ nimmt die Chorusmelodie des eingangs erwähnten Openers in einer Variation vorweg. ‚The Lion From The North’ lehnt sich als kräftig ausgreifende Uptempo-Hymne melodisch an frühere Titelstücke wie ‚Attera Dominatus’ an und präsentiert mittig einen engelsgleichen Choral. Produzent Peter Tägtgren singt die Strophen des folkloristisch-beschwingten ‚Gott mit uns’. ‚A Lifetime Of War’ ist mit Abstand der epischste, pompöseste Song der bisherigen Band-Geschichte. Eine A-cappella-Version mit etwas Kirchenorgel im Stile von Manowars ‚The Crown And The Ring’ drängt sich geradezu auf. Auch das stampfende ‚The Carolean’s Prayer’ transportiert ohne Rhythmusgitarre in den Strophen etwas Schlagerflair, punktet aber mit Therion-Pomp. ‚1648’ verkörpert dazwischen Trademarks von teutonischen Melo-Speed und Stratovarius (die Bridge!). Der Titelsong nutzt Marschrhythmen, wohingegen der luftige Ohrwurm ‚Killing Ground’ ein Tribut an den porentief rein produzierten Melodic Metal der 1980er darstellt. Die Keyboards der simpel getrickten Mitsingnummer ‚Poltava’ erinnern an den unterkühlten Orff-Bombast, den auch Nightwish manchmal nutzen, der Stampfrhythmus ist so straight wie oft bei Pain. Anstatt der typischen Party-Hymne beschließen mit ‚Long Live The King’ und ‚Ruina Impierii’ zwei getragenere Songs das Album; letzterer mit orientalischen Melodiebögen und poppigerem Keyboardsound.

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