LEGACY - The Voice from the Darkside

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Kira Appelt (KA)

Kira Appelt (KA)

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DARK DESIGN "Time Is An Illusion"

Thursday, 24 February 2011 17:36 Published in A-Z

DARK DESIGN kommen aus Schweden, und "Time Is An Illusion" ist ihr Heavy Metal-Debüt. Mit `The Awakening` geht es los, und was gleich auffällt, ist nicht der Gesang, sondern das tiefe Ein-und Ausatmen des Sängers und Gitarrist Magnus. Es klingt recht angestrengt und verkrampft, wenn er versucht, in die höheren Tonlagen vorzustoßen. `Trial And Error` könnte man es auch nennen, das ist aber der Titel des zweiten Songs. Die Lieblosigkeit des Produzenten tut schon fast weh, denn auch hier klingt alles monoton. Die Drums takten einförmig vor sich hin, die Riffs klingen abgeschlafft, passen somit aber zum apathischen Gesang. Auch die Basslinie scheint nicht existent. Ein Titel gleicht dem anderen, und nichts bleibt im Ohr hängen. Bei `Insanitys` kommt wenigstens die Gitarrenarbeit zum Tragen, und hier und da blitzt auch etwas Drum-Energie durch. Aber nur seine Instrumente zu beherrschen, nützt leider nicht viel. Bei `Paragon Of Virtue` scheint es dann aber doch noch, als hätte sich der Schwede endlich eingesungen, auch wenn er an Flexibilität und Höhe scheitert, aber mit etwas Hintergrundgesang ist es ganz in Ordnung. „Time Is An Illusion“ ist zwar nicht das schlimmste Album, aber bei der Produktion hätte sicher noch mehr herausgeholt werden können, um dem Trio von DARK DESIGN zumindest einen Mittelklasseplatz zu verschaffen.

ALEV „Black Carousel“

Thursday, 24 February 2011 15:49 Published in A-Z

Aus München kommen ALEV, die bereits als Support von Slayer auf der Bühne standen, einen Plattenvertrag in der Türkei haben (ALEV ist die das türkische Wort für Flamme), deren drittes Album „Black Carousel“ heißt und komplett live eingespielt wurde. Starke Assoziationen zu den Guano Apes sind vom Opener ‚Overload‘ an nicht zu leugnen. Zu stark ähneln die Stilrichtung Crossover/Alternative Metal, das Song-Konzept und die omnipräsente Stimme von Frontfrau Alexandra Janzen den Göttingern. Keinesfalls ein schlechtes Konzept oder die miesesten Referenzen, gemessen am Kommerz oder dem Geschmack der breiten Masse, aber eben wenig innovativ. So richtig hebt sich kein Stück vom anderen ab, abgesehen von ‚Zwischenstück‘, einem rein instrumentalen Midtempo-Track, der hauptsächlich von der Dynamik der Gitarren lebt und dem das Live-Einspiel noch zusätzlichen Schwung verleiht. In ‚Everlast‘ bekommt die düstere Schwermut in den Vocals eine kurzzeitige Auszeit, und das Tempo wird angehoben, so dass ein fast tanzbares Stück entsteht. Schade, dass der Schwung in der Stimme nicht öfters zu finden ist. Etwas befremdlich und mit Vorsicht zu genießen sind die Mitteilungen von ALEV aus dem Herzen von Bayern in ihrem Anschreiben, in dem sie sich als „eine Art Mini-Integrations-Schule mit öffentlichem Lehrauftrag“ sehen, da die Band-Zusammensetzung multikulturell ist, und sie sich zudem noch als „Gegenentwurf zu einer deutschtümelnden Gesellschaft mit rassistischen Tendenzen à la Sarrazin“ betiteln. Abseits davon kann „Black Carousel“ eine solide, rockige Leistung bestätigt werden, dem noch der sofortige Wiedererkennungswert fehlt.

FAUN "Eden"

Wednesday, 29 June 2011 02:00 Published in A-Z

Die Reise bis zum einem fertigen Garten Eden dauerte vier Jahre für die Münchner Musiker von FAUN. Die Lieder dürften allerdings einigen schon bekannt sein, denn seit 2008 wurden immer wieder Stücke aus "Eden" live gespielt. Herausgekommen ist ein Konzeptalbum, das in vielfältiger Weise versucht, sich dem in vielen Kulturen beheimateten Thema des Garten Eden zu nähern. Die Wahl der verschiedensten Instrumente wie keltische Harfen, irische und arabische Lauten, schwedische Schlüsselfiedel, Drehleier, Dudelsack, Flöte, Perkussions, passen immer zum jeweiligen Lied und die Kultur wurde passend getroffen. Begonnen wird der botanische Rundgang mit `Lvpercalia`. Die Lupercalien waren das Hauptfest des italienischen Herdengottes Faunus, und FAUN haben es als ruhiges Intro mit vereinzelten Flötentönen vertont. Gesungen wird die Geschichte in klassischem Stil auf Lateinisch von dem Gastchor der Mediaeval Baebes aus England. Die Lyrics des darauf folgenden Stücks `Zeitgeist` sind deutsch und klingen sehr Mittelalter-Party-tauglich, wobei die männlichen Gesangspassagen stark gegenüber den weiblichen verlieren und eigentlich nur im Duett richtig gut klingen. Musikalisch liegt der Schwerpunkt in den folgenden Kompositionen nun am ehesten in der skandinavischen Welt und Mythologie. `Iduna` ist nicht nur eine Apfelsorte, sondern ein tanzbares Stück, das klassische und mittelalterliche Elemente mit elektronischen Klängen ins sich vermischt. Der weibliche Gesang ist auf "Eden" durchgängig auffällig zauberhaft, aber nicht aufdringlich, wie mittlerweile bei so vielen anderen Mittelalter-Bands. Auch Instrumental-Stücke wie `The Butterfly` und `Polska Fran Andersson` finden ihren Platz im Garten "Eden" von FAUN. Ein ganz besonderer Ausklang für eine CD ist FAUN mit `Golden Aples` gelungen. Hier wird ein Gedicht von Rumi, der ein persischer Mystiker und einer der bedeutendsten persischsprachigen Dichter des Mittelalters war, von dem Emmy-ausgezeichneten Storyteller Mark Lewis verlesen. Insgesamt ist "Eden" ein sehr vielschichtiges Album, das mit einer ausgezeichneten Komplexität an instrumentalem Einsatz aufweisen kann. FAUN heben sich aus dem schier unerschöpflichen Füllhorn von Mittelalter-Bands durch ihre ruhige, eingängige Art, die Verwendung von unterschiedlichen Sprachen, die musikalische Vertonung der verschiedensten Kulturen und Zeitepochen und ganz neuen Melodie-Kompositionen heraus. Das fertige Werk dürfte sich sicher, in den richtigen Gehörgang gepflanzt, als genauso fruchtbar erweisen wie der mythologische Garten Eden.

Ja, so ist das in der heutigen Zeit, Bands werden von ihren Sängern bei MySpace gefunden. MINDBENDER-Sänger Nico kommt aus Frankreich, während der Rest in Schleswig-Holstein residiert. „Stones * Bones * Rock’n’Roll“ ist ihre erste MCD, deren Titel praktischerweise gleich die Richtung angibt. Mal reinhören... Hallo? Kann mal jemand die Gitarren leiser drehen? Man hört nur eine monotone, dafür viel zu laute Grifffolge und irgendwo jemanden den Text zu ‚Yeah hate me‘ schreien. Ach, und da ist auch noch eine Kuhglocke am Drumset. Eine rotzige, dreckige Stimme hat der Franzose ja, nur mit dem Zusammenspiel klappt es noch nicht so recht. Irgendwie kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass ‚Brothers’n’Sisters‘ aneinander vorbei gespielt wird und daher nur zum weiterschalten einlädt. Liedchen Nummer drei ist ‚TotallyTerrorTones‘ und beschreibt sich komplett selbst. Und es ist wie immer laut. Bei ‚No More Moaning‘ hätte sich Nico mal besser an die Titelvorgabe gehalten, er stöhnt definitiv zu viel und überdreht seine erdig-doomige Stimme an die Grenzen des Unerträglichen. Es findet sich insgesamt keine nennenswerte Abgrenzung unter den sechs Titeln auf der MCD, aber ganz verkehrt ist die Richtung die MINDBENDER da einschlagen nicht. Die Energie ist definitiv bei allen vier MINDBENDERn unüberhörbar. Wenn sie es schaffen, strukturierter zu werden und den Sänger, oder zumindest seine Stimme, zu bändigen, kann man auf Folgeerscheinungen gespannt sein. Kontakt: This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. .

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