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DRAUTRAN

DRAUTRAN aus Kiel zählen, obschon die 1996 gegründeten Kieler im nunmehr elften Jahr erst eine Veröffentlichung vorzuweisen haben, zu den außergewöhnlichsten Bands der deutschen Viking Metal-Szene. „Unter dem Banner der Nordwinde“, für eine Eigenproduktion anspruchsvoll gestaltet, schlug 1999 ein wie eine Bombe. Nach einigen Live-Auftritten, bei denen die Nordlichter unter anderem die frisch aufgelösten Nagelfar würdig ersetzten, wurde es jedoch still um das Septett.
Seit etlichen Monaten kündet die Website von DRAUTRAN von der bald bevorstehenden Veröffentlichung des zweiten Albums. Nun steht „Throne Of The Depths“ tatsächlich vor der Veröffentlichung. Grund für mich, die sichtlich stolzen Winter und Blutaar mit meinen Fragen zu behelligen.

LEGACY: Sieben Jahre sind eine lange Zeit, um auf ein neues Album zu warten. Was ist während der ganzen Zeit passiert? Gab es personelle Änderungen?
WINTER: In der Tat, sieben Jahre sind eine verdammt lange Zeit. Die Aufnahmen zu "Throne Of The Depths" haben sich einfach sehr lange hingezogen, wenn man bedenkt, dass diese schon vor über zwei Jahren begannen. Leider war es aber immer so, dass wir nie mit den Resultaten zufrieden waren, um es auch nur ansatzweise als ´fertig´ zu betrachten. Hinzu kam, dass wir privat meist ausgebucht waren. Umso größer ist die Freude darüber, nun zu einem Ende zu kommen. Schon vor längerer Zeit trennten wir uns von Doomguard, unserem alten Basser. Er wurde live durch Finnskald ersetzt, dem Session-Mitglied auf „Unter dem Banner der Nordwinde“. Davor verließ uns unser Sänger Oluf aus privaten Gründen, der wiederum durch Thamuz ersetzt wurde. Ebenso hat uns Mondgarmr vor den Aufnahmen verlassen, obwohl er uns bei den Aufnahmen zur Verfügung stand. Für unsere Auftritte kam unser Kumpel Magnus zum Zuge. Abgesehen von einigen raren Gigs haben wir uns nur den Aufnahmen gewidmet.

L: „Unter dem Banner der Nordwinde“ habt ihr in Interviews nach der Veröffentlichung als ‚Demo-Album’ bezeichnet. Heute kann man sagen, dass ihr damit die erste Helheim oder die alten Enslaved locker übertrumpft habt. Welchen Stellenwert hat das Album für euch heute?
W: Ich würde es auch heute noch als Demo bezeichnen. Allerdings als eines, das sehr liebevoll und aufwendig gestaltet wurde. Die damaligen Umstände der Aufnahmen ließen und lassen es nicht zu, mehr darin zu sehen. Die Resonanzen waren für uns natürlich überwältigend. Verstehen konnten wir es des Öfteren nicht, anhören durfte man es sich nur mit einem halben Ohr. Wenn alles so super war, was sollte dann erst danach kommen? Für mich persönlich hieß es, diese ganzen Komplimente nicht wirken zu lassen, den eingeschlagenen Weg weiter zu gehen, um so ein für mich noch besseres Album kreieren zu können. Die Vergleiche mit den ersten Aufnahmen von Helheim und Enslaved entbehren jeglicher Grundlage! Man darf nicht vergessen, dass diese schon einige Zeit vor unserem Demo erschienen sind. Vor den Aufnahmen von "Unter dem Banner der Nordwinde" waren viele gute Alben im Black bzw. Pagan Metal schon veröffentlicht. Wir als langjährige Metal-Hörer wussten also in vielen Dingen schon vorher, was kompositorisch funktionieren würde und was nicht. Das war ein riesiger Vorteil. Wir mussten nicht viel probieren und konnten mit genauen Vorstellungen an die Sache rangehen.

L: „Unter dem Banner der Nordwinde“ und "Throne Of The Depths" haben ziemlich gegensätzliche Cover. Ersteres zeigt die ruhige See, das letztere könnte stürmischer nicht aussehen. Worauf können wir uns also gefasst machen?
BLUTAAR: Dieser von dir betonte Kontrast ist eher ungewollter Natur. Klar, das Cover sollte ganz anders geartet sein, und was Brutalität und kompositorische Schlagkraft betrifft, fährt „Throne Of The Depths“ im Grunde in erheblich stürmischeren Gewässern als sein Vorgänger, auch wenn es viele ruhige Passagen darin gibt. Die visuelle Umsetzung soll der Intensität des dargebotenen Materials entsprechen. Andererseits war das Demo ja nicht gerade Tanzmusik zu Omas 90., womit sich ein möglicher intendierter Kontrast erübrigt. Als Künstler sollte man sich nur widerstrebend wiederholen, gleichzeitig aber auch nicht zu weit von den Wurzeln seines Schaffens – der ästhetischen Vitalität – entfernen. Ich meine, eine Synthese aus Nostalgie und Neuerung ist immer und für alle Kunst förderlich. „Throne Of The Depths“ entspricht in Klang, Wort und Bild vollkommen dem Wesen DRAUTRANS. Wer das Demo mochte, wird nicht enttäuscht werden.

L: Mit ‚Styrt Ned I Maelstraumen’ und ‚Saevar Nidr’ habt ihr zwei Stücke mit skandinavischen Titeln, dänisch oder schwedisch (?) auf dem kommenden Album. Gehört es einfach zum guten Benehmen einer Band mit heidnischem Fokus, so was zu machen? Welche Geschichte verbirgt sich hinter den Texten?
B: Gutes Benehmen, haha. Ich nehme mal an, du beziehst dich dabei nicht nur auf Sprache, sondern auf alle kulturhistorischen Vorzeichen des heidnischen Nordens, wie etwa die lebhafte Mythenwelt oder Runen. Erst einmal: ‚Styrt Ned I Mælstraumen’ ist ein Titel auf Nynorsk, also Neunorwegisch, ‚Sævar Niðr’ ist mehr ein Akustikstück, welches zwar von einer Stimme begleitet wird, aber keinen Text hat. Ich möchte hier ungern das Rausch- und Klanghafte von „Styrt Ned I Mælstraumen“ (´Stürz’ hinab in den Mahlstrom´ - Poe lässt grüßen – Anm. d. Verf.), noch das an dieser Stelle nicht auslegbare Kryptisch-Okkulte der Kenning „Sævar Niðr“ (´Nachfahre des Meeres´) erläutern, vielmehr vorderhand die Erfahrung der Musik für den Titel sprechen lassen. Also Geduld, sie wird sich auszahlen. Man kann nicht leugnen, dass alles, was irgendwie die Begriffe Skandinavien und Germanentum emphatisch auffüllt, ihnen träumerische Tiefe einhaucht und sich an Sehnsüchten für den modernen Menschen damit assoziieren lässt, sich beinahe inflationärer Beliebtheit in heidnischen Metal-Kreisen erfreut. Da gehören skandinavische Titel und Texte sicher genauso dazu wie die populärwissenschaftlichen Auffassungen zu Kultur und Glaube der Germanen. Dazu kommt freilich die Rezeption des Glanzes der skandinavischen Szenegrößen. Ich will mich nun nicht mühselig über die Missverhältnisse von Qualität, Seriosität und politisch-ideologischer Unsicherheit vieler Bands nordisch-heidnischer Prägung äußern, denn auch DRAUTRAN lassen sich irgendwo im Fackelkreis dieser Gattung kategorisieren und auslegen. Überlassen wir ein Urteil über DRAUTRANs ‚gutes Benehmen’ und Aufrichtigkeit anderen. Wir machen das, was wir für richtig und gut halten. Punktum. Ich für meinen Teil kann behaupten, dass meine Affinität von tiefstem Herzen herrührt und aus der Verbundenheit zu Kiel, der Heimat und den Ländern zwischen und an den Meeren, deren mythischen Auslegern, aber auch meiner persönlichen Lebensgeschichte ableitbar ist.

L: Welche Geschichten erzählt "Throne Of The Depths" sonst noch?
B: Es wäre wohl töricht, an dieser Stelle allzu viel über die einzelnen Textinhalte zu verraten. Aber soviel soll gesagt sein, dass Stoff und Spruch auf „Throne Of The Depths“ in einem konzeptionellen Rahmen betrachtet werden können, der sich aus einem klassischen Themenkreis des Heavy Metal zusammensetzt: Dem Tod und Sterben an sich. Anders formuliert, „Throne Of The Depths“ erzählt in allegorischen und sinnbildlichen Geschichten von der Kargheit, Einsamkeit und Grausamkeit des Todes, von den geistig-rituellen Aufarbeitungsprozessen des Sterbens, dem reflexmonologischen Hinterfragen der Existenz, der dadurch bedingt notwendigen Regression und Reinigung sowie der Unentbehrlichkeit von psychischer Stärke und Aufopferung im Leben, um für seine Ziele einzustehen. Dass das Ganze um die wilden, maritimen Gefilde der rauen Meere des Nordens, dessen Küstenkulturen, Mythologien und Jenseitsvorstellungen zirkelt, sollte für eine DRAUTRAN-eigene Konzeption bestimmungsgemäß sein.

L: Ihr seid skeptisch gegenüber Labels eingestellt, habe ich den Eindruck; Eigenständigkeit ist euch wichtiger, als dass euch jemand etwas Arbeit oder finanzielle Dinge abnimmt. Nun haben zwar schon eine Menge erstrangiger Bands mit ihren Labels in die Scheiße gegriffen, aber woher rührt eure Abneigung?
W: Zum einen schreckt mich der Gedanke, dass man Labels meistens die Rechte für das eigens Geschaffene abgibt. Dies wird doch nur gewinnbringend an den Mann bzw. die Frau gebracht, ohne darauf zu achten, ob die Präsentation der Tiefgründigkeit der Musik entspricht. Da gibt es dann monatlich die ‚schnellste, aggressivste’, wat-weiß-ich-Platte, die es je gab, womit man dann versucht, auf wirklich blödeste Art und Weise, dem Leser und hoffentlich auch später zahlenden Kunden zu erklären, was für Musik oder Gedanken ihn da erwarten! Und schon ist man eine Band unter Tausenden, die man zuhauf in einschlägigen Katalogen wiederfindet. Jeder weiß, von was und von wem ich hier spreche. Mit so etwas kann ich mich nicht identifizieren und meine Musik schon gar nicht! Zum anderen sehe ich die logistischen Vorteile wie z.B. Werbung nicht, die viele als Grund für einen Vertrag vorgeben. Es wird sich in einer Band wohl einer finden lassen, der sich um Internet und Post kümmern kann. Und sich vielen Menschen kostenlos zu präsentieren, ist heute sogar noch einfacher, als es damals war. Auch der finanzielle Aspekt ist für mich nicht ersichtlich. Bei Produktionskosten von unter zwei Euro für eine CD kann sich jeder ausrechnen, was bei einem selbst hängen bleibt, wenn man zu humanen Preisen verkauft. Diese Taler teilen sich dann zumeist Labels, Vertrieb und Händler. Dem Künstler dagegen wird ein kleines Budget für ein teures Studio gegeben, wo er sich dann in ein paar abgezählten Tagen kreativ auskotzen soll, mit dem Ziel, am Ende noch mehr Platten zu verkaufen. Am Ende steht die Band mit einer schwarzen Null da, wenn es gut läuft. Ich kann verstehen, wenn Bands größerer Rangordnung diese Aufgaben anderen überlassen wollen. Aber für Bands unserer Größe lohnt es sich zumeist nicht.

L: Ihr habt euch ausgesprochen Fan-verbunden gezeigt in den letzten Jahren. Wer euch anschrieb, konnte darauf hoffen, „Unter dem Banner...“ als CD-R und vielleicht noch mit einem überschüssig gedruckten Booklet zugesandt zu bekommen. Was nervt euch mehr: Dass es ein paar Ehrlose geschafft haben, solche Geschenke für teuer Geld zu verzocken oder dass euer Album nur ein paar Eingeweihte kennen, während diverse Plastebands auf großen Labels das Heu in die Scheuer fahren?
B: Es war klar, dass diese Geste langfristig auch zum Schuss ins Knie missraten würde. Aber zum einen muss man mit so etwas wohl bei den gegenwärtigen Dimensionen von Sammlergier und gefühlsmäßiger Maskerade im Metal rechnen, zum anderen wäre es nicht das erste Mal, dass sich jemand auf Kosten einer kleinen Band bereichert. Dennoch: Solche Tugendfeindlichkeit ist immer wieder zum Kotzen. Hohe Verkaufszahlen seien anderen gerne gegönnt. Ich halte relativ wenig von dieser biederen Denkweise, dass, wer Geld verdiene, seine Ehrlichkeit verkaufe und irgendeine Szene dadurch verrate. Aufrichtigkeit, Leidenschaft und emotionale Ausdruckstärke sind die einzigen Kriterien für gute Musik. Wer warum welche Bands unterstützt, ist allein Sache der Fans, Labels und Presse. Das ist der Haken. Es tummeln sich überall seelenlose Mitläufer und andererseits Individualisten, die sich immer treu bleiben. Wie auch immer, wir haben es nicht nötig, Vergleiche zu ziehen. Statusdiskussionen stehen meist nur für ein Profilierungsgehabe, welches nur andere Defizite kompensieren soll. Sicher, mit DRAUTRAN haben wir keine allzu finanzkräftigen Kreise bewegt und vieles in unserer Geschichte hätte optimaler verlaufen können. Dagegen haben wir vor uns selbst viel erreicht und nur ein Bruchteil dessen lässt sich in Verkaufszahlen oder öffentlicher Anerkennung messen. Man mag sagen, unser Pfad sei schroff, verwildert und dem kommerziellen Erfolg durch den Nebel der Zurückgezogenheit verschleiert, dafür ist er natürlicher, authentischer Art, und wir folgen ihm unabhängig und flammenden Herzens. Für Neid und illustren Ruhm ist kein Platz. Was zählt, ist unsere innere Genügsamkeit und das Wissen um andere, die Musik mit Herz und Hingabe und nicht materieller Taubheit wahrnehmen.

L: Was ich mich beim Lesen von heidnischen Texten, in denen es darum geht, dass einst alles besser war, oft frage ist: Woher weiß das diese Band so genau? Die Frage möchte ich an euch weitergeben.
B: Ach, ein mühseliges Thema. Der Blick in die Vergangenheit ist natürlich konstitutiv für jedwede heidnische Musik, da spielen Sehnsüchte und Träume eine wichtige Rolle. Wie dieser Blick allerdings beschaffen ist, hängt natürlich vom Wesen des Betrachters ab. Woher nun Bands, die immer nur jene ‚Früher war alles besser’-Schiene fahren, eine solch uninspirierende Form der Vergangenheitswahrnehmung schöpfen, ist, meine ich, ziemlich offensichtlich: Sie basiert auf verstandesmäßiger Gleichschaltung und Vernachlässigung von Widersprüchen und Ungewissheiten. Das staubig-dunkle Mief aus grauzonigen, unbequemen Zweifeln in Archäologie, Geschichte und Philologie, welches doch die eigentliche Substanz und den Reiz des Hinterfragens der Mythen und der stillen, erbauenden Beschäftigung an langen Abenden und im Gespräch ausmacht, wird eben mit schmierigem Pathos und erhabener Ignoranz weggeputzt. Und das immer zugunsten von Lebendigkeit, Komplexität, Mehrdeutigkeit und dem Geheimnisvollen der Quellen, was aber eigentlich erst für ´vorchristliche Herkunft´ steht. Mit Hilfe von Naivität werden widersprüchliche Feinheiten schlicht und einfach ausgebrannt und das grelle Licht der Einseitigkeit in die archaische Dunkelheit der Überlieferung geworfen. Geheuer ist mir diese tendenziöse, zweckgefärbte Form des Heidentums nicht. Leider musste ich viele dieser Menschen kennen lernen, nicht nur an der Uni. Gerade in Deutschland reichen ja flüchtige Edda-Lektüre, Waldspaziergänge, obligatorisch blinder Christenhass, Thorshammer und Trinkhorn schon zum ‚Bilderbuch-Germanen’ aus, der die oben genannte Meinung vertritt – hier spiele ich nicht auf ´Trends´ an, sondern auf spirituelle Heuchelei und Leere. Diese selbst ernannten Hardcore-Heiden, die mit Ziehschwert, Titeln (Asatru!), Flüchtigkeitsliteratur und Löschblattumweltbewusstsein in eine romantisch-verklärte Vergangenheit flüchten, mit Pauschalisierungen und Halbwahrheiten nur so um sich schmeißen und die ‚Vergangenheit’ zur plumpen Rüstung ihrer Realitätsflucht machen, sind wirklich nervig. Noch kurz die ach so ignorante Gesellschaft und das grausame Christentum verdammen, fertig. Da werden aber eigentlich nur einseitige Sehnsüchte in eine glatt polierte Phantasiewelt voller Hollywood-Ehre und ausgehöhlter Lebensweisheiten projiziert. Und schnell zeigen sich hier weitere Extrema: Diese Leute besitzen entweder kein Fünkchen Toleranz, Selbstironie und Humor, oder sie leben nur von Blödel-Humppa-Volksfest-Stimmung. Dabei fängt aufrichtiges Heidentum immer vor der Haustür und im Heute an! Bei DRAUTRAN ist nie ein Alleinanspruch auf Mythen und Vergangenheit zur Geltung gekommen, wir haben nie behauptet, wir wären das flammende Schwert der heidnischen Vergangenheit. DRAUTRAN schildert nur eine emotionale Perspektive, einen Affekt, keine unumstößliche Faktizität. Und für uns zählt das Hier und Jetzt, auch wenn die Suche nach dem häufig verloren gegangenen Archaisch-Mythischen sehr inspirierend und lehrreich sein kann. Aber es ist nicht unsere alleinige, universelle Quelle des Seelenheils. Immer betonten wir, dass unser Konzept nur eine Wahrnehmung der Vergangenheit ist. Es sind die dunklen, ungestümen und kriegerischen Aspekte, die uns reizen. Natürlich, es gibt es mehr als Naturgewalten und Donnerschläge, Kampf und Verderben. Wir sind uns bewusst, dass wir uns nicht durch überhöhte oder einseitige Auslegungen dieser dunklen, unbarmherzigen Seite der Vergangenheit einengen lassen dürfen, denn das Leben hat einfach mehr Facetten und Geltungsbereiche!

L: Eine sehr traditionsbewusste und radikal rückwärts gewandte Kultur ist heutzutage die islamische mit ihren islamistischen Auswüchsen. Wieso gibts eigentlich eurer Meinung nach keinen antireligiösen Metal dort?
W: Ich denke, das hast du schon mit deiner Frage beantwortet. Es ist halt eine andere Kultur. Die Menschen in diesen Ländern stehen unter ganz anderen Einflüssen, als wir sie haben. Wenn um dich herum ständig alle Menschen erzählen, Allah ist der einzige Gott, und dir nie jemand etwas anderes erzählt und du auch nie etwas anderes kennen lernst, basiert deine persönliche Entwicklung natürlich auf solchen Einflüssen, Ähnlich sieht es ja bei den Bayern mit Stoiber und der CSU aus, haha. Ich meine aber zu vernehmen, dass auch hier sich in nächster Zeit etwas tun wird, jetzt, da mit Hilfe des Internets die Welt immer näher zusammenrückt.

L: Im 2000er Interview mit dem legendären Cothurnus-Magazin sagte Jorge Blutaar: "Wenn sich in 15 Jahren noch jemand an DRAUTRAN erinnert, wäre das phantastisch!" Mal Butter bei die Fische, seitdem sind sieben Jahre rum. Haben wir in den verbleibenden acht Jahren mehr als ein drittes DRAUTRAN-Album?
W: So wie aussieht, wird es keine Live-Auftritte mehr geben, da wir über kein komplettes Line-Up verfügen. Es ist zumindest von meiner Seite aus noch in Planung, ein Akustikalbum für DRAUTRAN zu fertigen. Finnskald und ich haben noch einiges an Material auf Lager, das wir unbedingt aufnehmen wollen. Wann, wo und in welcher Form, kann ich jetzt leider noch nicht sagen. Über ein weiteres Stromgitarren-Album kann ich ebenfalls nichts sagen. Die Antwort steht in den Sternen bzw. ist auf dem Grund des Meeres zu finden!

L: Die letzten Worte gehören Euch.
B: Wir danken dir für den Klönschnack und die ansprechenden Fragen! Allen Freunden, Gleichgesinnten und Fans möchten wir an dieser Stelle noch einmal die Geduld und Treue, die sie uns entgegengebracht haben, anerkennen.

Johannes Paul Köhler

www.drautran.com

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Interviews mit Dimmu Borgir, Apocalyptica, Melechesh, Forbidden, Enslaved, Autopsy, Therion, Neaera, Teufel, Asphvx, Tristania, Amorphis, Arckanum, Kataklysm + 4 Poster + 18 Song CD
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