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FLESHGRIND "Murder Without End"
(Century Media/SPV)

Was für eine Überraschung! Century Media melden sich auch mal wieder an der echten Death Metal-Front zurück und haben mit FLESHGRIND aus Chicago eine der stärksten Death Metal-Bands des US-Undergrounds unter Vertrag genommen. Nachdem Gitarrist und Sänger Rich Lipscomb seine langwierige Verletzung (Beinbruch, drei Operationen in 18 Monaten) überstanden hat, zeigen die Amis nun deutlich, dass sie weiterhin zur Crème de la Chrome gehören. Auch wenn das mit einem semirealistischen Coverartwork von Mike Bohatch versehene Album nicht so direkt zündet wie der Vorgänger "The Seeds Of Abysmal Torment", gibt es hier erneut eine Lehrstunde in Sachen Brutalität und kontrollierten Gemetzels. Man merkt der Band spürbar an, wie angepisst sie war, dass sie solch lange Zeit ungeplant auf Eis lag. Stellt Euch einen 40-Tonner mit Darda-Motor vor, den Ihr vor eine massive Wand fahren lasst. Auf Wiedersehen, Wand! Besonders bei den Drums wird vom neuen Drummer Derek Hoffman (Gorgasm) so furchtbar viel Gas gegeben, dass er ab sofort auch zu den menschlichen Kraken gezählt werden muss. Während die Bass permanent kickt, hat Produzent Chris Djuricic (Origin, Jungle Rot) bei der Snare jedoch einen etwas dumpfen Sound stehen lassen, der Hoffmans Fähigkeiten nicht ganz gerecht wird. An der restlichen Produktion gibt es aber rein gar nichts zu meckern, so dass Freunde der gepflegten Schädelspalterei ihre helle Freude an den brutalen Eruptionen haben werden. Und jetzt haltet Euch fest, bei ´Displayed Decay´, einem famosen Überschallklopfer, bauen die Jungs sogar ein paar melodische Parts ein! Aber nicht, dass hier jemand denkt, die Jungs seien ausgewimpt. FLESHGRIND, macht mir noch ´n Fleisch! (TS)
12 Punkte

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LOVE IS COLDER THAN DEATH "Eclipse"
(In Deyagora/EFA)

Mit ihrem fulminanten Auftritt im Schauspielhaus beim diesjährigen Wave Gotik Treffen, als sie selbst ihre Nachfolger auf der Bühne, Qntal, in den Schatten spielten, haben sich die Leipziger LOVE IS COLDER THAN DEATH eindrucksvoll in die Herzen der Fans zurückgespielt, sofern das Andenken an diese tolle Truppe jemals aus dem blutumtosten Chip gelöscht worden sein sollte. Parallel dazu veröffentlicht der Vierer sein Auferstehungsalbum "Eclipse", das man jedem Freund mystischer, ethno-lastiger Musik der Qualitätsstufen Dead Can Dance, Mila Mar, Daemonia Nymphe, Louisa John-Krol, Ataraxia und Les Mysteres Des Voix Bulgaires sowie vor allem auch der skandinavischen Truppen mit der Speerspitze Marie Boine nur intensivst und innigst an Herz legen kann. Immer noch strahlt die Musik von LOVE IS COLDER THAN DEATH von innen heraus eine Wärme, eine Tiefe und ein beseeltes in sich Ruhen und Schwingen aus, die in der heutigen Musiklandschaft wirklich selten geworden ist. Bereits das einleitende ´Wananbi´, das sich auch in Leipzig in die erfrischende Kühle des Schauspielhauses wie eine warme, schwarze Schwinge erhob, um den frischen Wind in die Hitze des Nachmittages vor dem Regen zu tragen, macht klar, dass bei LOVE IS COLDER THAN DEATH vieles, gottlob, beim Alten geblieben ist, dass die Band genau den Sound präsentiert, den man von ihr erwartet und dass sich das neue Material naht- und lückenlos in die vorgefaßte, einzigartige Form von LOVE IS COLDER THAN DEATH einfügt. Gerade der Mittelteil mit den Höhepunkten von "Eclipse", namentlich ´Pound Of A Boundary Line´, ´First Light In The Dawn´ und ´Hummingbird´, ist nur noch tongewordener Balsam für alle wunden Seelen. Ganz ohne Neuerung ist allerdings auch "Eclipse" nicht geblieben – das witzige ´Till The End´ in seiner Mischung aus Chamber und Tito & Tarantula stört nur anfangs aufgrund seiner Unvertrautheit, entwickelt aber schnell einen eigenen, kontrastierenden Charme. (MG)
12 Punkte

Am Kiosk

Zum Inhalt...
Ausgabe 68

Interviews mit Dimmu Borgir, Apocalyptica, Melechesh, Forbidden, Enslaved, Autopsy, Therion, Neaera, Teufel, Asphvx, Tristania, Amorphis, Arckanum, Kataklysm + 4 Poster + 18 Song CD
Ab 26.08. am Kiosk erhältlich.

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